Fred und Ed Asbeck sind verrückt nach Harley Davidson
Verrückt nach Motorrädern: Duisburger Rentnerpaar lebt im Biker-Paradies
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Fred und Ed Asbeck haben in den 60er-Jahren ihre erste Harley gekauft. Heute fahren die beiden Rentner nicht mehr - doch ihre Leidenschaft ist ungebrochen. Wie ihr Haus in Duisburg zu einem Paradies für Biker wurde - und welche Rolle die Harley-Davidson-Community dabei spielt.
Ganz in schwarz gehüllt und mit coolen Sonnenbrillen auf den Nasen halten zwei Leder-Zwerge Wache auf dem Kaminsims. Stolz sitzen sie da, umringt von Motorrad-Miniaturen, Fotos von Biker-Treffs und einer riesigen Freiheitsstatue, die - wie sollte es auch anders sein - eine Harley-Tafel im Arm hält.
Harley Davidson: Eine Marke, die verbindet
Harley Davidson: Wenn man alle Nennungen dieses Namens hier im Haus zählen möchte, hat man Einiges zu tun. Er schmückt den Türklopfer an der Haustür, das Kissen auf dem Sofa, die Lampe im Flur und die Wände des Gartenhäuschens. Klare Sache: Auch wenn Edith, die von allen nur Ed genannt wird, und Fred Asbeck schon lange nicht mehr mit dem Motorrad durch Duisburg rollen, Biker im Herzen werden sie immer bleiben. Das schreit ihr ganzes Zuhause.
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Dass das Haus der beiden Duisburger in Duissern gut auch als Museum durchgehen könnte, geht auf über 60 Jahre Liebe zu einer Marke zurück, bei der die Identifikation zum Produkt noch lange nicht beim Besitz einer Maschine endet. Mit Stolz tragen Harley-Fans - so auch die Asbecks - Patches, T-Shirts und Tattoos.
Biker-Treffs und Freunde überall
Gleichgesinnte findet man damit sehr schnell. In NRW, wo mit über 57.700 zugelassenen Maschinen im Jahr 2024 die meisten "Böcke" von Harley Davidson in Deutschland über die Straße bollerten. Aber auch europaweit. Und da kommen eben viele Mitbringsel, Gastgeschenke und Erinnerungen zusammen.
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Noch heute fahren Fred und Ed Asbeck jede Woche ins 40 Minuten entfernte Hamminkeln zu einem Biker-Treffen. Mittlerweile sind die beiden mit dem Auto unterwegs. Aus gesundheitlichen Gründen kann Ed Asbeck nicht mehr auf der Maschine sitzen, die Fred Asbeck in den 60er-Jahren angeschafft und die jahrelang ihrer beider Freizeit bestimmt hat. Allein will der 84-Jährige aber auch nicht fahren, schließlich haben sie "immer alles zusammen gemacht", wie er sagt. Auch deshalb sei die Sammelleidenschaft rund um das Kult-Motorrad heute so erfüllend für die beiden: So bleiben die Erinnerungen an ihre Trips quer durch Europa lebendig.
Im Wohnzimmer fahren die zwei allerdings noch heute mit dem Motorrad. Mit Gips hat Ed Asbeck dort eine liebevolle Biker-Landschaft an der Wand gestaltet. Fachwerkhäuschen, kleine Bäume und Ortsschilder sowie natürlich Motorräder sind zu sehen, die den Berg zum Kamin herabcruisen. Die Figuren darauf sind ihnen selbst und ihren Freunden nachempfunden. "Es wurde von Zeit zu Zeit immer mehr, ich hatte einfach Spaß daran, diese Landschaften zu gestalten", sagt die 83-Jährige und schmunzelt. Fred Asbeck zeigt auf einen kleinen Hubschrauber: "Für einen mussten wir mal den ADAC rufen, den hat sie dann auch hier rein gearbeitet."
Diese Motorradfahrer hat Ed Asbeck selbst gebastelt
Dass der Freundeskreis, den die beiden über die Jahre im Zeichen der Harley aufgebaut haben, einen sehr großen Stellenwert hat, ist an einer Wand des Hauses besonders spürbar. Hier wuchert ein riesiger Erinnerungsbaum, den Ed Asbeck ebenfalls selbst gebastelt hat. "Wir haben so viele Gäste gehabt seit den 70er-Jahren", erzählt sie, während sie mit Stolz die Wand hochschaut.
Jeder von ihnen hat seinen Namen auf eine der gelben, rosa- und orangefarbenen Blüten des Baumes geschrieben. Hat sich verewigt in der Welt, die die beiden Rentner rund um ihre große Liebe auf zwei Rädern gestaltet haben. "Jeder, der da war, bleibt bei uns," sagt sie. Und meint: Harley Davidson - das ist eben mehr als nur ein Motorrad. Das ist für sie Familie.
Über dieses Thema haben wir auch am 14.08.2025 im WDR Fernsehen berichtet: Lokalzeit aus Duisburg, 19.30 Uhr.