Dahlien

Sommerblume Dahlien – Highlight für Balkon und Garten

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Gärtnerin Anja Klein zeigt, wie Sie Dahlien mit anderen Pflanzen wunderbar kombinieren, gibt Pflegetipps und verrät, welche Sorten besonders bienenfreundlich sind.

Die Dahlie ist eine klassische Bauerngartenpflanze. Sie stammt ursprünglich aus Mexiko, deshalb ist sie auch nicht winterhart. Dahlien brauchen viele Nährstoffe. Ihr Standort sollte möglichst sonnig und geschützt sein, dann verwandeln Dahlien den Spätsommer in ein Farbenmeer. Schatten mögen Dahlien nicht – sie bilden dann nur wenig Blüten.

Dahlien

Den Dahlien mit einem Stab Halt geben.

Je nach Sorte blüht die Dahlie von Juni bis zum ersten Frost. Im Sommer sollte man sie mit einem Bambusstab o.ä. stützen, da viele Sorten sehr hochwachsen und leicht brechen. Am besten schon gleich bei der Pflanzung einen Stab in die Erde stecken, dann spießt man die Knolle nicht versehentlich auf. Verblühte Blüten sollte man regelmäßig entfernen, dann blühen die Dahlien länger. Für die Blumenvase ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden der frühe Morgen. Man nimmt nur aufgeblühte Blüten, und schneidet alle Neben-Knospen ab. Sie kosten unnötig Kraft und blühen nicht mehr auf.

Staunässe vertragen Dahlien nicht, dafür kommen sie gut mit Trockenheit klar.

Tipp: Die Pflanze unten an der Wurzel gießen.

Dahlien kommen mit jedem Gartenboden klar – er darf aber ruhig leicht sauer sein und nicht allzu lehmig. Mit einer schönen humosen Blumenerde sind sie ideale Kübelpflanzen und damit perfekt für den Balkon.

Sommerblume Dahlien – Highlight für Balkon und Garten

Hier und heute 22.06.2026 07:29 Min. Verfügbar bis 22.06.2028 WDR

Dahlien pinzieren für mehr Blüten

Um Dahlien zu mehr Blütenbildung anregen, sollte man sie im Frühsommer pinzieren. Das bedeutet: Sobald die Triebe eine Länge von 20 bis 30 Zentimetern erreicht haben, schneidet man den Haupttrieb direkt über einer Blattpaarung ab. So bilden die Dahlien unterhalb des Schnitts weitere Triebe und dadurch mehr Blütenknospen. Sie wachsen durch den Schnitt üppiger und deutlich stabiler. Das Ganze kann man gegebenenfalls im Sommer noch einmal wiederholen.

Dahlien in Töpfen aus Stecklingen

Kaktus-Dahlien

Kaktus-Dahlien sind bekannt für ihre spitze Blütenform.

Inzwischen gibt es Dahlien in Töpfen zu kaufen. Sie sind nicht aus einer Knolle gewachsen, sondern durch Stecklinge vermehrt worden – ein preiswerter Saisonmassenartikel. Dahlien werden von Züchtern traditionell über Stecklinge vermehrt. Aus einer Knolle können so sehr schnell viele Stecklinge und damit neue Knollen für den Verkauf im nächsten Jahr gewonnen werden. Der Steckling bildet bereits im ersten Jahr eine große Knolle. Die traditionell großen Blüten werden nach wie vor über die Knollen gezogen. Es gibt 15 verschiedene Dahlienklassen – unterschieden wird nach den Blütenformen. Bekannt sind Pompon-Dahlien oder etwa Kaktus-Dahlien.

Aussaat von Dahlien

Neben der Vermehrung über Knollen oder Stecklinge können Dahlien aber auch ganz normal ausgesät werden – über Saatgut. Dahlien haben 64 Chromosomen und so weiß man nie, was aus einem Samen entsteht.  In ein Saatbeet oder in Töpfe mit Aussaaterde säen. Etwa 20 Wochen nach der Aussaat kann man mit der ersten Blüte rechnen. Wer Dahlien mit offenen Blüten zur Samenreife kommen lässt, kann selbst Saatgut sammeln und im nächsten Jahr die Aussaat versuchen.

Im Beet sind Schnecken und Wühlmäuse die bekanntesten Fressfeinde der Dahlien. Wer Dahlien noch traditionell als Knollen im Frühjahr in den Boden setzt, kann sie in kleine Drahtkörbchen pflanzen, damit keine Wühlmäuse herankommen. Zum Schutz vor Schnecken empfiehlt es sich, Dahlien in Töpfen vorzuziehen und erst ab einer gewissen

Größe ins Beet auszupflanzen. Nur so kann man vermeiden, dass Schnecken die Jungpflanzen völlig abfressen.

Mehltau bei Balkon-Dahlien

Backpulver

Mehltau lässt sich mit Backpulver entfernen.

Der echte Mehltau ist gut zu erkennen durch einen weißen Belag auf den Blättern. Das ist der Unterschied zum falschen Mehltau, der von der Unterseite angreift und in den Blättern sitzt. Der echte Mehltau sitzt auf den Blättern und lässt sich durch schonende Alternativen entfernen, z.B. durch Milch oder in Wasser gelöstes Backpulver. Roh- oder Vollmilch mit Wasser im Verhältnis 1:8 mischen und damit die betroffenen Pflanzen mehrmals die Woche besprühen. Hilfreich ist auch eine Behandlung bestehend aus einem Päckchen Backpulver, 20 Millilitern Rapsöl und zwei Litern Wasser. Auch Knoblauchsud ist effektiv.

Auch ein luftiger Standort und genügend Abstand zwischen den Pflanzen verhindert die Ausbreitung von Mehltau oder auch Grauschimmel.