Besondere Dahlie mit roten Blüten und weißer Spitze.

Die Dahlie und ihre Pflege

Stand:

Dahlien verzaubern durch Vielfalt und Farbenpracht. Die nicht winterharten Knollen können ins Beet oder in Kübel gepflanzt werden. Wir haben Pflegetipps für die beliebte Bauerngartenpflanze.

Garten-ABC: Buttercap Dahlie

Pompon-Dahlie

Dahlien gibt es in vielen unterschiedlichen Farben. Aus den Wildarten, die alle aus Mexiko stammen, sind viele verschiedene Zuchtformen entstanden: Kaktus-Dahlien, Pompon-Dahlien, Seerosen-Dahlien und sogar Dahlien mit offenen Blüten, die gut für Insekten sind.

Dahlien aussäen

Neben der Vermehrung über Knollen oder Stecklinge kann Dahlien-Saatgut auch ganz normal ausgesät werden. Dafür eignen sich die Monate April und Mai. Das Saatgut kommt dafür in ein Saatbeet oder in Töpfe mit Aussaaterde. Sobald die Keimung erfolgt, muss man die zarten Pflänzchen vor Kälte schützen. Etwa 20 Wochen nach der Aussaat kann man mit den ersten Blüten rechnen. Wer Dahlien mit offenen Blüten zur Samenreife kommen lässt, kann natürlich selbst Saatgut sammeln und im nächsten Jahr die Aussaat versuchen.

Verwelkte Blüten entfernen

Damit sie immer wieder neue Knospen bilden und kompakt bleiben, sollten verwelkte Blüten regelmäßig herausgeschnitten werden. Geschnitten wird über dem nächsten Seitentrieb - an dieser Stelle treibt die Dahlie wieder neu aus.

Dahlien überwintern

Dahlienknolle

Über Winter können die Knollen der Dahlie auf Stroh oder in einer Holzkiste gelagert werden.

Dahlien blühen bis weit in den Oktober hinein, wenn man sie gegen Nachtfröste schützt. Es reicht schon nachts ein leichtes Tuch als Schutz über die Pflanze zu hängen, wenn kalte Temperaturen angesagt sind. Ende Oktober/Anfang November kann man die Knollen aus dem Boden nehmen, etwas trocknen und dann die Erde abnehmen und zum Beispiel auf Stroh in einer Holzkiste oder in einem einfachen Karton mit etwas Zeitungspapier im Keller lagern. Ganz wichtig: trocken lagern.

Anfang Mai wieder einpflanzen

Wieder eingepflanzt werden sie dann Anfang Mai, wenn die Zeit des Spätsfrosts vorüber ist. Die Blumen kommen mit jedem Gartenboden klar – er darf leicht sauer sein und nicht allzu lehmig. Mit einer schönen Humus-Blumenerde sind Dahlien ideale Kübelpflanzen und damit die idealen Balkon-Pflanzen.

Standort

Der Standort sollte möglichst sonnig und geschützt sein, so verwandeln Dahlien den Spätsommer in ein Farbenmeer. Im Schatten gedeihen Dahlien nicht so gut und bilden dann nur wenig Blüten. Staunässe vertragen sie nicht so gut, sie kommen dafür gut mit Trockenheit klar. Am besten gießt man die Pflanze unten an der Wurzel.

Schutz vor Schnecken und Krankheiten

Weinbergschnecke

Schnecken fühlen sich bei Feuchtigkeit besonders wohl.

Die Dahlien beim Pflanzen am besten mit einem Schneckenkragen schützen.
Tipp: morgens gießen – abends lockt man mit der Feuchtigkeit noch mehr Schnecken an.
Leider sind die sehr kompakt wachsenden kleinen Balkon-Dahlien, immer wieder anfällig für Mehltau. Der echte Mehltau ist gut zu erkennen durch einen weißen Belag auf den Blättern. Das ist der Unterschied zum falschen Mehltau, der von der Unterseite angreift und in den Blättern sitzt. Der echte Mehltau sitzt sozusagen auf den Blättern und ist damit gut zu erreichen.

Krankheiten und Schädlingsbefall vorbeugen

Zur Bekämpfung von Mehltau empfiehlt sich Netzschwefel. Davon ein wenig Pulver ins Wasser mischen und damit die Blätter einsprühen. Nach drei Tagen wiederholen. Allerdings entsteht nach einer Schwefelbehandlung auch ein weißlicher Film. Meistens laufen die Tropfen der Schwefellösung an den Blatträndern zusammen und trocknen dort. Bei Regen wäscht sich das wieder ab.

Auch ein luftiger Standort und genügend Abstand zwischen den Pflanzen verhindert die Ausbreitung von Mehltau oder Grauschimmel. Um die Gesundheit der Pflanze zu fördern, können bei dicht wachsenden Dahlien einige Blätter oder Seitentriebe entfernt werden, um die Luftzirkulation zu verbessern und Schimmelbildung vorzubeugen. Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge wie Blattläuse ist wichtig. Bei Befall können natürliche Mittel wie Seifenlauge oder Insektizide eingesetzt werden.