Yuccapalme neben einem Gartenteich

Palmen für Balkon und Garten – Tipps vom Gärtner

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Markus Phlippen stellt pflegeleichte Palmen für Garten und Kübel vor – von der robusten Hanfpalme bis zur selbst gezogenen Dattelpalme.

Südliches Flair für Balkon und Garten

Palmen bringen Urlaubsstimmung ins eigene Zuhause – ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Besonders beliebt sind zwei robuste Fächerpalmen, die sich bei uns gut kultivieren lassen: die chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) und die mediterrane Zwergpalme (Chamaerops humilis).

Palmen für Balkon und Garten

Hier und heute 23.06.2025 07:33 Min. Verfügbar bis 23.06.2027 WDR

Zwergpalme

Die Zwergpalme bleibt mit einer Endhöhe von zwei bis vier Metern angenehm kompakt und eignet sich hervorragend für Balkon, Terrasse oder Wintergarten. Sie wächst langsam, was sie besonders pflegeleicht macht – das Umtopfen ist nur selten nötig. Charakteristisch sind ihre fächerförmigen Blätter und die dornenbesetzten Blattstiele. Sie ist robust, sonnentolerant und bestens für die Kübelhaltung geeignet.

Chinesische Hanfpalme

Blatt einer Hanfpalme

Die chinesische Hanfpalme übersteht die kalten Winter problemlos.

Die chinesische Hanfpalme wächst meist einstämmig und kann bei uns im Rheinland bis zu 10 Meter hoch werden. Dank milder Winter gilt sie als gut winterhart und eignet sich zunehmend für die Pflanzung im Freien. Ihre großen, dunkelgrünen Fächerblätter sind auf der Unterseite leicht gräulich und kaum bedornt.
Im Vergleich zur Zwergpalme wächst sie deutlich schneller – etwa 20 Zentimeter pro Jahr. Zwar lässt sie sich einige Jahre im Kübel halten, auf Dauer freut sie sich aber über einen festen Platz im Garten mit ausreichend Raum und Schutz.

Beide Arten sind robust – besonders, wenn sie geschützt stehen und gut drainiert gepflanzt werden.

So fühlen sich Palmen im Topf wohl

Yuccapalme wird gegossen

Kübelpalmen sind ideal für den Balkon, die Terasse oder den Wintergarten.

Für Kübelpalmen eignet sich spezielle Pflanzerde mit mineralischen Anteilen wie Bims oder Lavagranulat – so bleibt das Substrat strukturstabil und gut durchlässig. Wer selbst mischen möchte, kombiniert Lavagranulat, Lehm und reifen Kompost im Verhältnis 1:1:1. Wichtig ist ein ausreichend tiefes Gefäß, denn Palmen bilden Pfahlwurzeln. Eine Drainageschicht am Boden verhindert Staunässe. In der Wachstumszeit brauchen Palmen viele Nährstoffe – am besten alle zwei Wochen mit einem Volldünger oder einem speziellen Palmendünger versorgen.

Dattelpalme selber ziehen

Die Dattelpalme (Phoenix dactylifera) verleiht jedem Zuhause ein orientalisches Ambiente – ist jedoch deutlich wärmebedürftiger als ihre robusten Verwandten. Wer Geduld mitbringt, kann sie sogar selbst aus einem Dattelkern ziehen. Frische, ungeschwefelte Datteln mit keimfähigem Kern findet man gelegentlich im Supermarkt oder auf Wochenmärkten.

Dattelpalme

Die Dattelpalme braucht viel Wärme und Sonne.

Dazu den Kern gründlich vom Fruchtfleisch befreien, 1-2 Tage wässern und nur solche verwenden, die im Wasser zu Boden sinken. Sie keimen am zuverlässigsten. Danach in ein Sand-Erde-Gemisch (1:1) etwa 2 cm tief einsäen, gleichmäßig feucht halten und bei konstanten 2530 °C warm stellen. Da die Keimung Wochen bis Monate dauern kann, heißt es: Geduld bewahren.

Als Kübelpflanze liebt die Dattelpalme warme, helle Plätze und muss im Winter frostfrei bei 1015 °C überwintert werden, ähnlich wie Zitruspflanzen. Gegossen wird nur sparsam, ganz austrocknen sollte das Substrat jedoch nicht.