- Sendehinweis: Hier und heute | 23. Juni 2025, 16.15 - 18.00 Uhr | WDR
Die Bougainvillea, auch bekannt als Drillingsblume, ist ein echter Hingucker: Ihre leuchtenden Farben zaubern im Handumdrehen mediterranes Flair. Doch was wie eine üppige Blütenpracht aussieht, sind in Wirklichkeit farbige Hochblätter – ähnlich wie beim Weihnachtsstern. Die eigentlichen Blüten sind die kleinen, unauffälligen Röhrchen in der Mitte.
Als Kletterpflanze nutzt die Bougainvillea gebogene Dornen, um sich an anderen Pflanzen oder Rankhilfen festzuhalten. Damit sie ihre volle Pracht entfalten kann, braucht sie Unterstützung – zum Beispiel ein Bambusgerüst im Kübel oder eine Rankhilfe am Balkon. Alternativ darf sie auch dekorativ überhängen, was besonders eindrucksvoll wirkt.
Bougainvillea mit Markus Phlippen
Hier und heute. 23.06.2025. 05:31 Min.. Verfügbar bis 23.06.2027. WDR.
Der richtige Topf und die passende Erde
Kleine Blumentöpfe bringen die Bougainvilleen zum Sprießen.
Bougainvilleen werden häufig in kleinen Töpfen verkauft – und das ist auch gut so. Denn je enger der Topf, desto üppiger die Blüte. In zu großen Gefäßen setzt die Pflanze lieber auf Blattmasse statt Blüten. Zum Umtopfen eignet sich durchlässige, nährstoffarme Erde, gemischt mit Lavagranulat oder Bims. Wer mehrere Kübelpflanzen besitzt, kann durch das Selbermischen der Erde Geld sparen.
Der ideale Standort
Je mehr Sonne die Blume abbekommt, desto mehr blüht sie.
Die Bougainvillea liebt die Sonne – je mehr Licht, desto mehr Blüten. Ideal ist ein geschützter, heißer Standort, z. B. ein Südbalkon. Wichtig: regelmäßig, aber sparsam gießen, da Staunässe überhaupt nicht vertragen wird. Während der Hauptwachstumszeit freut sich die Pflanze über mediterranen Flüssigdünger alle zwei Wochen.
Schnitt, Pflege und Überwinterung
Im Frühjahr – etwa im März oder April – wird die Bougainvillea zurückgeschnitten. Entfernt werden dabei abgestorbene oder zu schwache Triebe. Im Winter braucht sie einen frostfreien, hellen Platz mit Temperaturen zwischen 5 °C und 12 °C. Ein Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder ein Keller mit Tageslicht sind perfekt. Kurzzeitige Dunkelphasen sind zwar kein Drama, aber ein heller Standort ist besser.
Tipp
Während der Blütezeit regelmäßig Verblühtes entfernen – das regt die Bildung neuer Hochblätter an. Und wer auf Nummer sicher gehen will, wählt die pinkfarbene Variante – sie ist robuster, weil sie der Wildform entspricht.