Duftende und essbare Gartenpflanzen

Duftende und essbare Gartenpflanzen

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Einige Pflanzen überraschen mit ungewöhnlichen Düften und Geschmäckern. Von der Gummibärchenblume bis zum Meeresspargel – Anja Klein präsentiert aromatische Highlights für Duft- und Naschgärten.

Die Gummibärchenblume (Cephalophora aromatica), auch Ananas- oder Apfelblume genannt, stammt ursprünglich aus Chile und erreicht eine Höhe von 30 bis 40 cm. Ihre Blüten sind klein, gelb und kugelrund, sie blüht von Juni bis September. Beim Zerreiben der Blätter und Blüten verströmt die Pflanze einen süßlichen Duft, der an Gummibärchen oder Ananas erinnert. Die Gummibärchenblume bevorzugt sonnige, warme Standorte mit lockerer, humusreicher Erde ohne Staunässe.

Die Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) ist eine mehrjährige Staude mit dunkelroten bis braunen Blüten, die einen intensiven, schokoladigen Duft verströmen. Sie bevorzugt sonnige, warme Standorte und gut durchlässigen Boden. Die Schokoladen-Kosmee ist nicht winterhart, wird daher meist als einjährige Pflanze verkauft.

Die Schokoladenblume (Berlandiera lyrata) ist eine mehrjährige, trockenheitsverträgliche Staude aus Nordamerika. Ihre gelben Blüten mit dunkelbrauner Mitte öffnen sich morgens und duften intensiv nach Milchschokolade. Sie blüht von Mai bis September und zieht zahlreiche Insekten an. Die Pflanze liebt sonnige, warme Plätze und kommt mit magerem, sandigem Boden gut zurecht. Ihr ungewöhnlicher Duft macht sie zu einer Attraktion im Duftgarten.

Duftende und essbare Gartenpflanzen

Hier und heute 24.07.2025 07:13 Min. Verfügbar bis 24.07.2027 WDR

Stevia

Der bekannte Zuckerersatz Stevia ist auch als Pflanze als Süßungsmittel nutzbar.

Stevia ist eine mehrjährige Pflanze aus Südamerika, deren Blätter einen intensiven, natürlichen Süßstoff enthalten. Die Süße entsteht durch sogenannte Steviolglycoside, die bis zu 300-mal süßer als Zucker sind. Die Pflanze wächst buschig, wird bis zu 80 cm hoch und bevorzugt sonnige, warme Standorte. Steviablätter können frisch oder getrocknet zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet werden. Sie ist besonders bei Menschen beliebt, die auf Zucker verzichten möchten.

Die Brausepflanze (Acmella oleracea), auch als Parakresse bekannt, stammt aus Südamerika und ist für ihr prickelndes, leicht betäubendes Mundgefühl bekannt. Beim Kauen der Blätter oder Blüten entsteht auf der Zunge ein brauseähnliches, elektrisierendes Gefühl. Die Pflanze wird etwa 30 cm hoch und blüht mit gelben bis orangefarbenen Blütenköpfen. Sie bevorzugt warme, sonnige Standorte und nährstoffreichen Boden. In der Küche wird sie für Salate und Cocktails verwendet, um ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis zu bieten.

Das Salzkraut, Queller (Salicornia europaea) ist eine einjährige, sukkulente Pflanze, die an salzigen Küstenstandorten wächst. Die fleischigen, grünen Triebe schmecken intensiv salzig und werden roh oder gekocht als Gemüse, Salat oder Beilage zu Fisch verwendet. Die Pflanze liebt feuchte, salzhaltige Böden und ist in Europa an Nord- und Ostseeküsten heimisch. Queller enthält viele Mineralstoffe und wird auch als „Meeresspargel“ bezeichnet. Er ist besonders in der modernen Küche als Delikatesse beliebt.

Blutampfer (Rumex sanguineus) ist eine mehrjährige Wildstaude mit auffällig rot geaderten Blättern, die einen erfrischend säuerlichen Geschmack haben. Die Pflanze wird 30 bis 60 cm hoch und bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte im Halbschatten. Die jungen Blätter werden roh in Salaten, Kräuterquark oder als essbare Dekoration verwendet. Blutampfer ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen und bringt mit seinem säuerlichen Aroma Abwechslung in die Küche. Die Pflanze ist pflegeleicht und winterhart.