Apfelernte überall im Westen

Garten unterwegs: Apfelernte  

Stand:

Anja Klein zeigt alles rund um die Apfelernte und erklärt, wie man die Sorte bestimmen lassen kann, wenn man den Apfelbaum nicht selbst gepflanzt hat.  

Ein Apfel ist reif, wenn er die typische Farbe (oft verändert sich die Grundfarbe von grün zu gelblich oder rötlich) seiner Sorte erreicht hat und sich fest, aber leicht nachgiebig anfühlt. Er lässt sich bei leichtem Drehen oder Ziehen gut vom Zweig lösen. Reife Äpfel verströmen einen angenehmen, süßlichen Duft und schmecken saftig sowie aromatisch. Auch die Kerne sind meist braun gefärbt – ein weiteres Zeichen für volle Reife. Ein Probebiss gibt die beste Sicherheit, ob die Frucht optimal schmeckt. 

Äpfel haben je nach Sorte eine ganz unterschiedliche Haltbarkeit: 

  • Frühe Äpfel: reifen im Sommer, bleiben nur wenige Tage frisch – ideal zum sofortigen Naschen oder Einkochen. 
  • Herbstäpfel: ab Spätsommer reif, einige Wochen haltbar. 
  • Winteräpfel: im Herbst geerntet, reifen erst in der Lagerung nach und können bis ins Frühjahr genossen werden. 

So lagern Äpfel am besten: 

Verfaulte Äpfel

Die Äpfel sollten regelmäßig auf Fäulnis überprüft werden.

Der perfekte Platz ist kühl, dunkel und leicht feucht – zum Beispiel ein Keller, eine frostfreie Garage oder ein Erdkeller. Am besten legt man die Früchte in flache Holzkisten, ohne dass sie sich berühren. Ein Tuch oder Papier zwischen den Schichten schützt zusätzlich. Wichtig: regelmäßig kontrollieren und beschädigte Äpfel sofort entfernen, damit sich keine Fäulnis ausbreitet. 

Alten Apfelbaum bestimmen

Wer ein Grundstück kauft oder einen Schrebergarten übernimmt, findet dort oft schon ältere Apfelbäume. Häufig weiß man gar nicht, um welche Sorte es sich handelt. Eine Sortenbestimmung kann dann sehr hilfreich sein – sie verrät, wann die Äpfel reif sind, wie gut sie sich lagern lassen und wofür sie sich am besten eignen (Frischverzehr, Saft, Kuchen oder Most). Außerdem erfährt man, ob es sich vielleicht sogar um eine seltene oder alte Sorte handelt, die erhaltenswert ist. 

Garten unterwegs: Apfelbaumpflege und Apfelernte

Hier und heute 08.09.2025 06:32 Min. Verfügbar bis 08.09.2027 WDR

Für die Bestimmung gibt es mehrere Möglichkeiten: 

  • Pomologen (Obstkundler) bieten Sortenbestimmungen an. Man bringt mehrere typische Äpfel vom Baum mit, manchmal auch ein Blatt oder ein Zweigstück. 
  • Auf Obst- und Apfelfesten im Herbst sind oft Experten vor Ort, die Sortenbestimmungen durchführen. 
  • Auch lokale Baumschulen oder Obst- und Gartenbauvereine helfen oft weiter. 
  • Wer nur einen ersten Hinweis möchte, kann spezielle Bestimmungsbücher oder Online-Datenbanken nutzen. 
Kostproben von alten und regionalen Apfelsorten

Eine Sortenbestimmung kann durchaus aufschlussreich sein.

Die Sortenbestimmung ist nicht nur spannend, sondern auch praktisch: Man kann die Pflege und den Schnitt besser auf die Sorte abstimmen und die Äpfel so optimal nutzen. Gleichzeitig leistet man einen Beitrag zum Erhalt alter Obstsorten, die Teil unseres Kulturerbes sind.