Eine junge Frau verteilt Sonnencreme auf ihrem Arm

Sonnenschutz im Test

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Stiftung Warentest hat 26 Sonnenschutzmittel getestet: Die drei teuersten sind mangelhaft, die günstigsten gehören zu den besten.

Von Jessica Sturmberg

Sonnenschutz im Test - gut und günstig

WDR 2 26.06.2025 03:28 Min. Verfügbar bis 26.06.2027 WDR 2


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Nicht jedem ist bewusst, wie wichtig es ist, sich einzucremen, sobald der UV-Index in der Wetter-App Stufe 3 oder mehr anzeigt - auch wenn es bewölkt ist.

Die Stiftung Warentest hat 26 Sonnenschutzmittel getestet. Acht haben die Note "sehr gut" erhalten: Günstige Eigenmarken von dm, Müller, Lidl und Aldi. Und auch etwas teurere von Nivea Sun, Eau Thermale Avène, Eucerin und La Roche Posay. Die meisten haben einen angegebenen Lichtschutzfaktor 50, zwei von ihnen auch 30. Es gibt sie als Cremes oder Sprays.

Was sie alle auszeichnet, ist, dass sie keine kritischen Inhaltsstoffe haben und halten was sie versprechen: je nach Lichtschutzfaktor (LSF) 30 oder 50 mal länger geschützt zu sein vor einem Sonnenbrand als wenn kein Sonnenschutzmittel benutzt wird.

Wer also als hellhäutiger Mensch fünf Minuten in der Sonne sein kann ohne sich zu verbrennen, könnte diese Zeit mit entsprechenden Sonnenschutzmitteln auf 150 oder 250 Minuten verlängern. Auch wenn es trotzdem nicht empfohlen wird, sich so lange in der Sonne aufzuhalten.

Die sieben mangelhaften Sonnenschutzmittel

Die Sonnenschutzmittel, die von der Stiftung Warentest als "mangelhaft" bewertet wurden, leisten genau das nicht: den angegeben Lichtschutzfaktor einzuhalten. Dazu zählen Eco Cosmetics, Sol de Janeiro, Coola, Vichy, eine Sonnenschutzmilch von Rewe und zwei von Rossmann.

Das heißt: Wer diese Sonnencremes oder Sprays benutzt, ist weniger lange geschützt und sollte sie besser nur an bewölkten Tagen oder für kürzere Zeit in der Sonne nutzen. Mit dem Preis hat das nichts zu tun, sagt Warentesterin Heike Dierbach. Die drei teuersten Produkte mit rund 20 Euro pro 100 Milliliter schneiden am schlechtesten ab: "Für Verbraucher ist es natürlich ärgerlich, wenn ausgerechnet die drei teuersten Produkte nicht den versprochenen Lichtschutzfaktor liefern und es zeigt erneut, dass der Preis kein Indikator für Qualität ist".

Beim Spray "Sol de Janeiro" stellten die Warentester:innen zudem eine erhöhte Konzentration von Benzophenon fest, was als vermutlich krebserregend eingestuft wird.

Sonnenschutzmittel mit Octocrylen nur eine Saison lang nutzen

Worauf die Stiftung Warentest zudem hinweist: Der UV-Filter mit Namen Octocrylen ist zwar wirksam, aber nicht gänzlich unproblematisch. "Wenn Sie als Verbraucher oder Verbraucherin ein Mittel haben, in dem Octocrylen drin ist, ist das erst einmal kein Problem. Das ist ein wirksamer UV-Filter. Sie sollten aber wissen, dass Sie dieses Mittel besser nach der Saison entsorgen, weil sich durch längere Lagerung Benzophenon bilden kann", erklärt Warentesterin Heike Dierbach.

Daher sollte man bei Sonnenschutzmitteln aus dem letzten Jahr genau hinschauen, ob Octocrylen enthalten ist und sie im Zweifelsfall entsorgen.

Immer mehr Sonnenschutzmittel nutzen als gedacht

Wichtig ist, immer ausreichend Sonnenschutz dabei zu haben, am besten mit einem hohen Lichtschutzfaktor und großzügiger einzucremen oder zu sprayen als eigentlich gedacht. Für einen ganzen Körper lautet die Empfehlung – je nach Größe – 3 bis 4 gehäufte Esslöffel.

Ein weiterer Tipp: Etwa alle zwei Stunden neu eincremen und auch jedes Mal, nachdem man im Wasser war, auch wenn auf dem Sonnenschutzmittel "wasserfest" steht. Sich neu einzucremen bedeutet allerdings nicht, dass der Schutz verlängert wird. Er bleibt lediglich erhalten. Wenn die ursprüngliche Dauer vorbei ist, sollte Schatten oder Innenräume aufgesucht werden.

Schutz in der Kindheit besonders wichtig

Wer vor Mitte der 1980er Jahre geboren wurde und sich an viele Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erinnert, sollte jetzt umso achtsamer sein. Damals war das Bewusstsein für UV-Strahlung noch nicht so ausgeprägt und entsprechend das Risiko für Hautkrebs heute höher.

Jede übermäßige UV-Einstrahlung, jeder Sonnenbrand besonders in der Kindheit wirkt sich auf das Risiko aus. Darum rät die Stiftung Warentest ganz besonders darauf zu achten, dass Kinder immer gut eingecremt sind.

Quelle: Stiftung Warentest

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