Pilze auf Zeche Zollverein
Auf Zeche Zollverein werden regelmäßig Naturführungen angeboten und am 11. Oktober dreht sich dabei alles um Pilze. Sie wachsen zwischen historischen Industrieanlagen, im Schatten gigantischer Fördergerüste und auf ungenutzten Gleisen, was der Pilzpirsch eine besondere Atmosphäre verleiht.
300 verschiedene Sorten
Insgesamt sind rund 300 verschiedene Pilzarten auf dem renaturierten Zechengelände dokumentiert. Darunter sind auch seltene Arten, die in NRW bisher nur auf Zollverein gesichtet wurden. Das hängt mit den zum Teil extremen Bodenbedingungen zusammen: Sie ermöglichen die Ansiedlung ungewöhnlicher, hochspezialisierter Arten.
Leckere Speisepilze – aber Achtung!
Auch hochwertige Speisepilze wie Steinpilze, Röhrlinge und Champignons wachsen auf der ehemaligen Industriebrache. Doch Sammelnde müssen wissen: Pilze nehmen Schadstoffe auf. Das thematisiert der Exkursionsleiter, Diplom-Umweltwissenschaftler Bernhard Demel, zu Beginn jeder Führung. Er ist geprüfter Sachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und verwendet die Zechen-Pilze in seiner Küche. Von regelmäßigem Verzehr muss jedoch abgeraten werden.
Unterhaltsame und informative Naturführung
Die Tour hat einen hohen Unterhaltungswert und findet 2025 am Samstag, den 11. Oktober um 12 Uhr statt. Erwachsene zahlen acht Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre vier Euro.
Hirschbrunft in der Eifel
Auch die Hirschbrunft in der Eifel kann nur im Herbst erlebt werden. Zwischen Ende September und Mitte Oktober röhren die Hirsche im Nationalpark um die Wette, um die Gunst der Weibchen zu erlangen und ihr Revier zu markieren. Ein eindrucksvolles Naturschauspiel.
Kostenlose Rangerführung: Abendstimmung im Wald
Ranger Christian Deutz hat dieses Jahr zu einer abendlichen Tour in den Nationalpark geladen. Mit ein wenig Glück seien bei der einfachen Wanderung röhrende Hirsche bei der Brunft zu hören, hieß es in der Ankündigung. Doch dieses Glück war der Gruppe nicht gegeben, was den Erlebniswert der Führung aber nicht schmälerte.
Natur ist Natur
Hirsche röhren nicht auf Bestellung, auch sind sie schnell auf der Flucht, wenn größere Gruppen durch den Wald gehen. Ranger Christian Deutz empfiehlt einen morgendlichen Besuch beim Kloster Mariawald in Heimbach. Das ist einer der Lieblingsplätze der Hirsche, und wer sich gegen sieben Uhr in der Früh einfindet und ruhig verhält, hat gute Chancen, die Tiere zu erleben.
Kombiführung auf Vogelsang
Am 5. Oktober wird zudem eine besondere Führung im Nationalpark angeboten: Sie kombiniert die Ausstellung "Wildnis(t)räume" im Nationalparkzentrum Vogelsang mit einem Gang auf die beim Rotwild beliebten Hochflächen. Erwachsene zahlen zehn Euro, Kinder sechs Euro. Eine vorhergehende Anmeldung empfiehlt sich.
Autorin: Antje Zimmermann
Redaktion: Julia Lührs
Service Ausflug ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort jeden ersten Freitag im Monat zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.