WDR gewinnt Investigativ-Preis
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Der Rechercheverbund WDR/NDR/Süddeutsche Zeitung hat in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern für seine Recherche "Tödliche Preise" zu fehlenden Medikamenten und Preispolitik der Pharmaindustrie in der Europäischen Union den Impact-Award des "European Centre for Press and Media Freedom" gewonnen.
Für WDR Investigativ waren Markus Grill, Palina Milling und Achim Pollmeier an der Recherche beteiligt. Die Arbeit des europäischen Journalistenteams "Investigate Europe", zu dem auch der Rechercheverbund WDR/NDR/Süddeutsche Zeitung gehört, zeigt auf, wie unfair der frühzeitige und gleiche Zugang zu wirksamen Medikamenten in der EU geregelt ist. Gerade kleine Länder werden bei Krebsmedikamenten und Mitteln gegen etwa Migräne, Mukoviszidose oder Diabetes teils massiv benachteiligt. In Ungarn fehlen beispielsweise rund 60 Prozent der erwähnten wichtigen Medikamente. Pharmafirmen halten zudem oftmals die Preise von wichtigen Medikamenten geheim und können so in einigen Ländern die Preise in die Höhe treiben, während anderen Ländern ein Rabatt gewährt wird.
Der WDR ist traditionell stark im investigativen Journalismus. Seit Anfang 2014 ist der WDR Teil des Rechercheverbunds von NDR und Süddeutscher Zeitung. Ziel ist die Stärkung des Qualitätsjournalismus durch Vernetzung bei bedeutenden Recherchen. Der Recherchepool hat keinen gemeinsamen Etat. Jeder Partner kommt für seine eigenen Kosten auf. Dabei stellen die investigativen Redaktionen des NDR, des WDR und der SZ – themenbezogen – die Mitarbeiter. Formal handelt es sich um eine Kooperation und keinen festen Verbund.
Die "IJ4EU Impact Awards" des "European Centre for Press and Media Freedom" werden unter anderem von der Europäischen Union und dem Auswärtigen Amt finanziert und würdigen Grenzen überschreitende Recherchen.
Tagesschau-Bericht auf Basis der Recherchen
Rechercheergebnisse und Informationen auf "Investigate Europe"
Preisverleihung auf den Seiten des IJ4EU