Doris Dörrie – Filmemacherin mit Leib und Seele

In den USA und München studiert sie Film und Schauspiel. Noch während der Ausbildung verbucht sie mit ihrem Regiedebüt im Fernsehen und im Kino erste Erfolge. Vor 40 Jahren feierte ihre Komödie "Männer" Premiere.

Heiner Lauterbach, Doris Dörrie, Ulrike Kriener und Uwe Ochsenknecht

Mit "Männer" gelingt Doris Dörrie endgültig der Durchbruch. Auf dem Filmball in München posiert sie zusammen mit den Hauptdarstellern Heiner Lauterbach, Ulrike Kriener und Uwe Ochsenknecht. Die Komödie wird mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem darf sich Doris Dörrie über den Deutschen Filmpreis in der Kategorie "Bestes Drehbuch" freuen.

Mit "Männer" gelingt Doris Dörrie endgültig der Durchbruch. Auf dem Filmball in München posiert sie zusammen mit den Hauptdarstellern Heiner Lauterbach, Ulrike Kriener und Uwe Ochsenknecht. Die Komödie wird mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem darf sich Doris Dörrie über den Deutschen Filmpreis in der Kategorie "Bestes Drehbuch" freuen.

1988 heiratet Doris Dörrie den Kameramann Helge Weindler, der Mitte der 90er nach schwerer Krankheit stirbt. Ein Schicksalsschlag für Dörrie, die aber dankbar ist für die gemeinsame Zeit: "Als mein Mann gestorben ist, wurde mir klar, dass es das gibt: die große Liebe bis zum Ende", sagt sie später in einem Interview.

Doris Dörrie bei der Arbeit. Seit 1997 zeigt die Erfolgsregisseurin übrigens auch dem Nachwuchs, wie es geht. Sie ist Professorin an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und leitet den Lehrstuhl "Creative Writing".

1999 ist Doris Dörrie Teil der Jury der Filmfestspiele in Cannes. 22 Produktionen konkurrieren damals um den Hauptpreis und werden von Doris Dörrie und ihren Kollegen genau unter die Lupe genommen. Unter ihnen die französische Schauspielerin Dominique Blanc (links) und die US-Schauspielerin Holly Hunter (zweite von links).

Seit Ende der 1990er Jahre ist Doris Dörrie neu verliebt – in den Filmproduzenten Martin Moszkowicz: "Ich konnte mich vielleicht nur deshalb ein zweites Mal mit aller Macht verlieben, weil ich mit der Liebe nur gute Erfahrungen gemacht hatte", so Doris Dörrie im Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung.

Im Jahr 2000 erscheint mit "Was machen wir jetzt?" der erste Roman von Doris Dörrie. Die Jahre zuvor hatte sie bereits einige Erzählungen und auch Kinderbücher verfasst. Dass sie ihr Buch in einer Münchner U-Bahn vorstellt, ist damals eine ganz bewusste Entscheidung: "Ich will, dass die Literatur zum Publikum zurückkommt", so Dörrie.

1995 wird Doris Dörrie das Bundesverdienstkreuz überreicht. Fünf Jahre später folgt dann der Bayerische Verdienstorden. Übergeben wird ihr die Auszeichnung von dem damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber.

Sie kann auch Oper! 2001 inszeniert Doris Dörrie "Così fan tutte" in der Berliner Staatsoper. Hier sitzt sie neben dem Chefdirigenten des Hauses, Daniel Barenboim.

Blumen für die Künstlerin! Schauspielerin Ingrid Caven und Doris Dörrie bei der Ausstellung "Cult, Mythos, Maske" in München. Auf dem Event werden Fotos und Videos von Promis vorgestellt, die damals zugunsten von UNICEF versteigert werden.

Doris Dörrie und ihr Lebensgefährte Martin Moszkowicz posieren bei einer Filmpremiere für die Fotografen. Neben Kino steht auch weiter Oper auf dem Programm von Doris Dörrie. So inszeniert sie beispielsweise Giacomo Puccinis "Madame Butterfly" oder auch Giuseppe Verdis "Rigoletto". Letztere Inszenierung allerdings kommt bei den Kritikern nicht gut an.

Der Film "Der Fischer und seine Frau" feiert 2005 Premiere auf dem Filmfest in Hamburg. Doris Dörrie hat sowohl Regie geführt als auch das Drehbuch verfasst. Hier posiert sie zusammen mit den Schauspielern Simon Verhoeven (2.v.l.), Alexandra Maria Lara und Christian Ulmen sowie dem Chef des Filmfestes, Albert Wiederspiel (l.).

Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, und Doris Dörrie auf einem Bild: Beide werden 2005 mit dem "Pro Meritis Scientiae et Literarum" ausgezeichnet. Der Preis geht an Menschen, die sich in herausragender Weise um Wissenschaft, Forschung oder Kunst in Bayern verdient gemacht haben.

Ein Anblick schon fast zum Gruseln! 2007 bringt Doris Dörrie das Drama "Kirschblüten – Hanami" in die Kinos. Der Film erzählt die Geschichte von Rudi, der unheilbar krank ist und nach dem Tod seiner Frau nach Japan reist. Das Foto zeigt Doris Dörrie zusammen mit Darsteller Tadashi Endo.

Umringt von Fotografen! Für "Kirschblüten – Hanami" wird Doris Dörrie mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt. Es ist nicht die einzige Auszeichnung, die das Drama einheimsen kann.

Ein Stern für Doris Dörrie! 2010 eröffnet in Berlin der "Boulevard der Stars". Doris Dörrie gehört zu den ersten Künstlern, die hier verewigt worden sind.

Das hatte wohl nichts mit "Glück" zu tun, auch wenn der Filmtitel darauf schließen lässt. 2012 darf sich Doris Dörrie für ihr Drama "Glück" über den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie "Regie" freuen. Das Foto zeigt sie neben Mitpreisträger Simon Verhoeven.

Bein zeigen! Das macht Doris Dörrie (rechtes Bein) hier gemeinsam mit Josef Monatzeder von den Grünen. Sie sind damit Teil der Aktion "Lend Your Leg - Zeig Dein Bein für eine Welt ohne Minen". Anlass ist der Landminen-Tag der Vereinten Nationen 2013.

Doris Dörrie mit ihrem Lebensgefährten Martin Moszkowicz auf dem Filmball im Bayerischen Hof 2014. Das Paar lebt gemeinsam in München und Bernbeuren. Was das Paar in seiner Freizeit macht? Vor allem entspannen, wie Doris Dörrie es einmal in einem Interview berichtet hat: "Wir gurken so viel in der Weltgeschichte rum – da sitzen wir zur Abwechslung am liebsten auf der Couch und machen nix."

"Es gibt keine stärkere Waffe als das Lachen. Wer nicht mehr lachen kann, kann auch nicht mehr denken", sagt Doris Dörrie Anfang 2015 bei "Tanz den Pegida – ein Arbeiterfasching". Rund 12.000 Menschen versammeln sich an dem Tag, um gegen die islam- und fremdenfeindliche Pegida und ihren bayerischen Ableger Bagida zu demonstrieren.

2019 kommt mit "Kirschblüten & Dämonen" die Fortsetzung ihres preisgekrönten Filmdramas von 2008 in die Kinos. Und in der Komödie "Freibad" (2022) treffen Menschen verschiedenster Kulturen und Wertvorstellungen aufeinander – was durchaus zu skurrilen und lustigen Situationen führt.

Doris Dörrie ist und bleibt eine der bekanntesten und erfolgreichsten Regisseurinnen Deutschlands, hat sich längst auch als Schriftstellerin einen Namen gemacht. Und auch 40 Jahre nach ihrem Durchbruch mit "Männer" gehen ihr noch lange nicht die Ideen aus.

Stand: 19.12.2025, 00:00 Uhr