Madonna: Die Queen of Pop

Mit Hits wie "Like a Virgin", "Material Girl" und "Like a Prayer" wurde Madonna zum Superstar. Sie gehört zu den populärsten Musikerinnen weltweit – und das seit Jahrzehnten. Ihre erste Tournee ("The Virgin Tour") jährt sich in diesem Jahr zum 41. Mal.

Madonna

Die wandlungsfähige Queen of Pop ist der Inbegriff der Selbstinszenierung und Provokation. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern Schauspielerin, Tänzerin, Produzentin, Autorin und eine sehr erfolgreiche und clevere Geschäftsfrau. Das Guinness-Buch der Rekorde kürte sie mehrfach zur erfolgreichsten Musikerin der Welt.

Die wandlungsfähige Queen of Pop ist der Inbegriff der Selbstinszenierung und Provokation. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern Schauspielerin, Tänzerin, Produzentin, Autorin und eine sehr erfolgreiche und clevere Geschäftsfrau. Das Guinness-Buch der Rekorde kürte sie mehrfach zur erfolgreichsten Musikerin der Welt.

Madonna Louise Ciccone wurde am 16. August 1958 in Bay City (US-Bundesstaat Michigan) geboren. Sie wurde in katholischen Schulen erzogen. Selbstbestätigung fand Madonna in der Schule, vor allem bei Theateraufführungen und im Cheerleading. Madonna war eine sehr gute Schülerin. An der High School gehörte sie zu den besten zwei Prozent mit einem IQ von 140.

Madonna brach ihre Tanzausbildung an der University of Michigan ab und zog mit 30 Dollar nach New York. Dort hielt sie sich mit Jobs als Kellnerin, Donut-Verkäuferin und Model für Nacktaufnahmen über Wasser. Sie lernte Schlagzeug und Gitarre, schrieb erste Songs und wurde vom Disco-Sänger Patrick Hernandez ("Born to Be Alive") protegiert.

Im Juli 1983 erschien Madonnas Debütalbum "Madonna", das ihr damaliger Freund und DJ Jellybean Benitez mitproduzierte. Mit der dritten Single "Holiday" gelang der Durchbruch in die Top Ten der weltweiten Charts. Nachdem sich das Debut millionenfach verkauft hatte, ging Madonna zu Nile Rodgers, dem Produzenten von Michael Jackson, Duran Duran und David Bowie.

Aus dieser Zusammenarbeit resultierte das Album "Like a Virgin". Den gleichnamigen Titelsong präsentierte Madonna in einem Hochzeitskleid bei der ersten Verleihung der MTV Video Music Awards im September 1984. US-amerikanische Elternverbände und konservative Medienwächter zeigten sich schockiert – das junge Publikum war begeistert.

Von nun an wurden alle Trends von Madonnas Fans kopiert. Kruzifixe, bauchfreie Tops und Lederarmbänder waren der Anfang. Madonna begann, zu jedem Album einen neuen Look zu entwickeln – den sie sich häufig von klassischen Hollywood-Stars abschaute. Mit dem Video zu "Material Girl" kopierte sie ihr Vorbild Marilyn Monroe.

Ihre Singles führten weltweit die Charts an, ihr erster Kinofilm "Susan … verzweifelt gesucht" – mit der Single "Into the Groove" – wurde ein Hit. Ihre Popularität wuchs mit dem Auftritt beim "Live Aid"-Konzert 1985. Im selben Jahr heiratete Madonna den Schauspieler Sean Penn. Die Hochzeit: ein Medienereignis mit Gästen wie Andy Warhol, Cher und Tom Cruise.

Sie widmete das 1986 erschienene Album "True Blue" ihrem Ehemann – dem "coolsten Mann des Universums". Die Songs "Live to Tell", "Papa Don't Preach" und "Open Your Heart" kletterten auf Platz 1 der US-Single-Charts, "La Isla Bonita" wurde auch hierzulande ein Hit. Das Coverfoto machte sie zur Ikone der 80er und sie etablierte sich als Sexsymbol.

Während Madonnas Alben und Singles sich in aller Welt millionenfach verkauften, kam die Filmkarriere nicht in Schwung: Die Filme "Shanghai Surprise" (1986) und "Who's That Girl" (1987) waren Flops. Die kinderlose Ehe mit Sean Penn geriet in eine Krise und wurde 1989 geschieden.

Ob in Songtexten, in Musikvideos oder Bühnenshows – die katholische Kirche und religiöse Symbole prägen Madonnas Schaffen. Das Album "Like A Prayer" widmete Madonna ihrer Mutter, "die ihr das Beten beibrachte". Das Video zu "Like a Prayer" (1989) wurde vom Musiksender MTV zum bahnbrechendsten Musikvideo aller Zeiten gewählt.

Darin thematisiert Madonna unter anderem Rassismus – sie tanzt vor brennenden Kreuzen, Symbolen des Ku-Klux-Klans, und küsst eine zum Leben erwachte Statue von Martin von Porres, den viele für einen "schwarzen Jesus " hielten. Pepsi stoppte daraufhin eine Werbekampagne mit ihr und auch der Vatikan zeigte sich entrüstet.

Madonna provozierte mit Musik, Mode und Shows: Im "Like a Virgin"-Video trug sie u.a. ein goldenes Korsett mit kegelförmigem BH, dabei simulierte sie eine Masturbation. In Kanada drohte Madonna sogar eine Haftstrafe und in Italien rief der Vatikan zum Konzert-Boykott auf. Ihr Live-Kuss mit Britney Spears bei den MTV Awards sorgte 2003 für einen Eklat.

Gegen Madonna wurden unzählige Klagen eingereicht, jedoch führten diese nie zum geforderten Auftrittsverbot des Superstars. Gleichzeitig arbeitete Madonna immer an ihrer Unabhängigkeit. Sie gründete ihre eigene Produktionsfirma Maverick, um uneingeschränkte Freiheit über ihr Schaffen zu bekommen und auch, um Nachwuchstalente zu fördern.

Mit Warren Beatty hatte Madonna 1990 im Zuge des gemeinsamen Films "Dick Tracy" eine Affäre, in dem sie als Breathless Mahoney zu sehen ist. Madonna steuerte mit dem Album "I'm Breathless" den Soundtrack bei. Bei der Oscar-Verleihung 1991 sang sie live das Lied "Sooner Or Later". Der Song gewann schließlich den Oscar in der Kategorie "Best Original Song".

1996 wurden Madonnas schauspielerische Bemühungen belohnt: Alan Parker verpflichtete sie für die Hauptrolle der Evita Perón im Andrew-Lloyd-Webber-Musical "Evita", dem erfolgreichsten Musical-Film der 90er. Die Argentinier feierten die Balkonszene, in der sie "Don't Cry for Me Argentina" sang. 1997 gab es den Golden Globe als beste Schauspielerin.

1996 wurde Madonnas Tochter Lourdes Maria Ciccone Leon geboren. Sie stammt aus der Beziehung Madonnas mit ihrem Fitness-Trainer Carlos Leon. Seit ihrer Geburt steht Lourdes in der Öffentlichkeit. Madonna launchte zusammen mit ihrer 13-jährigen Tochter 2010 die Beauty- und Modelinie "Material Girl", 2015 feierte sie ihr Debüt als Model, für Stella McCartney.

Im September 1998 lernte Madonna dann bei einem Abendessen bei ihrem Musiker-Freund Sting in London den britischen Regisseur Guy Ritchie kennen und lieben. Von 2000 bis 2008 war sie mit ihm verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ihr zweites leibliches Kind Rocco John Ciccone Ritchie, der am 11. August 2000 zur Welt kam.

2006 bemühte sich Madonna um die Adoption des 15 Monate alten David Banda Mwale aus Malawi, die 2008 rechtskräftig wurde und öffentliche Debatten auslöste. 2009 adoptierte sie die vierjährige Halbwaise Mercy James. 2017 folgte die Adoption der malawischen Zwillingsmädchen Esther und Stella.

Im September 2003 erschien Madonnas erstes Kinderbuch "Die Englischen Rosen". Die New York Times führte es auf Platz eins der Bestsellerliste; auch die vier Folgebände waren so erfolgreich, dass Fortsetzungen und umfangreiches Merchandising entstanden. Die gesamten Gewinne spendete Madonna an Kinderhilfsorganisationen.

Madonna gilt als erste Frau im Musikbusiness, die jeden Schritt ihrer Karriere kontrollierte und stets volle Verantwortung für ihr Image in der Öffentlichkeit trug. 2008 wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Gemeinsam mit Michael Jackson und Prince gehört Madonna zu den drei wichtigsten Vertretern der modernen Popmusik.

Madonna gehört laut "Time"-Magazine zu den 25 mächtigsten Frauen des vergangenen Jahrhunderts. Ihre Hits machten sie zur globalen Pop-Ikone, die bis heute Generationen prägt. Aber Schluss ist noch nicht.

Madonna bleibt weiter omnipräsent auf Social Media und in den Schlagzeilen. Nach ihrer Jubiläums-Tour 2023/24 und der Neuveröffentlichung einiger ihrer bekanntesten Hits soll 2026 ein neues Studioalbum folgen – das erste seit sieben Jahren.

Stand: 10.04.2026, 00:00 Uhr