Die Schalker Zeit von Manfred Kreuz, den alle nur "Manni" nennen, beginnt, als er im Jahr 1954 im Trikot des SC Hassel von den Schalker Vereinslegenden Ernst Kuzorra und Edi Frühwirth entdeckt wird, erinnert der Verein auf seiner Internetseite an den verstorbenen Kreuz.
Wegen seiner Lehre beim Finanzamt in Borken und den langen Arbeitszeiten sei zunächst an einen Wechsel zum S04 nicht zu denken gewesen, heißt es weiter. Zwei Jahre später ist es dann soweit. Am 1. Juli 1956 fängt Kreuz an, auf Schalke zu trainieren. Seine Stelle beim Finanzamt behält er.
Kapitän in schwierigen Zeiten
Manni Kreuz (2.v.l.) mit der Meistermannschaft 1958
Zwei Jahre später schießt Manfred Kreuz im Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den HSV das Tor zum 3:0 Endstand. "In seiner gewohnten Bescheidenheit ordnet er dieses Spiel nicht als das größte seiner Karriere ein", schreibt der Verein.
Als Kapitän führt "Manni" Schalke 04 in den 60er Jahren durch schwierige Zeiten und sichert mit den "Knappen" in der Saison 1965/1966 den Klassenerhalt.
Königsblau verliert mit ihm eine prägende Persönlichkeit, die den Verein mit Haltung, Tatkraft und großer Bescheidenheit ausgemacht hat. Der FC Schalke 04 und die gesamte Vereinsfamilie werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. FC Schalke 04
"Ein ganz normaler Junge aus Gelsenkirchen"
Zehn Jahre nach dem Meistertitel beendet Manni Kreuz seine aktive Fußballkarriere im Jahr 1968. Dem Verein bleibt er aber eng verbunden. Er trainiert viele Jahre die Amateur-Mannschaft, gehört von 1999-2013 dem Schalker Ehrenrat an, wird Ehrenspielführer und Mitglied im Ehrenpräsidium.
Auf seiner Internetseite beschreibt der FC Schalke Manni Kreuz als bodenständig und loyal. Wichtig sei ihm gewesen, dass er als ganz normaler Junge aus Gelsenkirchen betrachtet werde. Auch im hohen Alter besuchte er die Heimspiele in der Schalke-Arena regelmäßig.
Unsere Quellen:
- Internetseite des FC Schalke 04
Sendung: WDR.de, FC Schalke trauert um Manfred "Manni" Kreuz, 23.04.2026, 20:49 Uhr
