René Wagner

René Wagner

FC-Trainer Wagner - "Bei Klassenerhalt haben wir guten Job gemacht"

Stand:

Lukas Kwasniok ist als Kölner Trainer Geschichte, der bisherige Co-Trainer René Wagner soll den 1. FC Köln vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga bewahren.

Von allen Seiten wird Wagner gelobt für sein Auftreten und seinen guten Kontakt zur Mannschaft. Doch wie geht er die neue Aufgabe an?

Wagner spricht von "großer Herausforderung"

Am Montag leitete er erstmals das Training als Cheftrainer, am Dienstag stand Wagner dann den Medien Rede und Antwort. Ruhig und sachlich stellte er sich den vielen Fragen der Journalisten - kein Lautsprecher, kein lockerer Spruch, wie man es bisweilen von Kwasniok kennt oder eher kannte.

Auf die Fragen, wie er sein Engagement nun angehen wolle und es ihm als Chef nun gehe, antwortete er: "Aktuell geht es mir ganz gut. Natürlich ist das jetzt eine große Herausforderung." Als Co-Trainer habe man ohnehin einen engeren Kontakt zum Team, als es als Cheftrainer möglich gewesen wäre, erklärte Wagner, angesprochen auf seinen angeblich guten "Draht" zu den Spielern. Diese Rolle wird sich für ihn zukünftig verändern.

Wagner: "Fehlen wenig Prozentpunkte zum Sieg"

Gefordert ist der neue Cheftrainer bekanntlich sofort. Nur zwei Siege aus den vergangenen 18 Spielen kosteten Vorgänger Kwasniok den Job und ließen den FC wieder ganz tief in den Abstiegskampf rutschen. Noch steht Köln mit Platz 15 einen Platz vor dem Relegationsplatz 16. Wagner hat zwei Wochen Zeit bis zur nächsten Partie gegen Frankfurt, am Wochenende pausiert die Bundesliga aufgrund der Länderspiele.

"Die Situation ist nicht ideal, aber wir möchten vermitteln, dass die Leistung stimmt. Vielleicht fehlen uns nur ein, zwei Prozentpunkte, um auch mal wieder zu gewinnen", sagte Wagner. Ähnliche Worte hatte auch Kwasniok stets als Argument für seine Weiterbeschäftigung angeführt.

1.FC Köln startet mit Rene Wagner in den Abstiegskampf

NRW-Sport 24.03.2026 01:49 Min. Verfügbar bis 23.03.2028 WDR Online

Köln fehlte zuletzt auch Spielglück

Ganz Unrecht haben beide mit der Aussage nicht: Die Mannschaft brach in der Krise nie komplett auseinander, es gab keine hohen Niederlagen. Teilweise war der FC sogar die leicht bessere Mannschaft, aber neben individuellen Fehlern fehlte den Kölnern hin und wieder einfach das nötige Spielglück.

Allerdings ist ebenfalls Fakt: Es reichte auch deshalb nie zum Sieg, weil Köln die nötige Balance vermissen ließ. Schoss man selbst viele Tore wie beim Derby gegen Gladbach, litt die Abwehrarbeit darunter und Köln kassierte zu viele Gegentore. Legte der FC mehr Wert auf die Defensive, war es vorne häufig zu ideenlos. Die Folge? Keines der Spiele, ob mit vielen oder wenigen Toren, konnte gewonnen werden.

Wagner: "Wenn wir Klasse halten, guten Job gemacht"

Was genau Wagner als Cheftrainer nun ändern möchte, wollte er noch nicht beantworten: "Das wäre viel zu früh. Wir trainieren jetzt erstmal zwei Wochen." Einige Einblicke ließ der Neue am Seitenrand dann aber doch noch zu. Er sei froh, dass er mit Armin Reutershahn einen erfahrenen Co-Trainer dazu bekommen habe: "Armin hat fast 30 Jahre Bundesliga auf dem Buckel, das war auch mit der Grund, warum wir ihn wollten."

Wagner führte noch aus, dass er schon ein, zwei Ansätze ausgemacht habe, an denen er mit dem Team in der Länderspielpause arbeiten wolle. Am Ende gab er das mit, was wohl alle FC-Sympathisanten gerne hören und feiern wollen, das Ziel Klassenerhalt: "Wenn wir die Klasse halten, dann haben wir einen guten Job gemacht."

René Wagner tritt an, um Köln vor dem Abstieg zu retten

24.03.2026 02:08 Min. Verfügbar bis 24.03.2028 WDR Online Von Amanda Reiners

Unsere Quellen:


  • Medienrunde mit Trainer René Wagner
  • Statistikseite der Sportschau

Sendung: wdr.de, "1.FC Köln startet mit Rene Wagner in den Abstiegskampf", 24.03.2026, 16.05 Uhr

Weitere Beiträge über den 1. FC Köln

1 / 2