FC Köln: Wenn Vereine in den Wahlkampf eingreifen
Aktuelle Stunde . 31.08.2025. 32:48 Min.. UT. Verfügbar bis 31.08.2027. WDR. Von Carsten Upadek.
Um 14 Uhr hatten sich die Teilnehmenden auf dem Heumarkt versammelt. Laut Polizei nahmen in der Spitze 3.000 Menschen an der Demo teil. Bei der Auftaktkundgebung betonte der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Philipp Türoff erneut, wie dringend die Trainingsplätze für den Nachwuchs gebraucht würden.
"Nach zwölf Jahren ist unsere Geduld erschöpft. Alle Alternativen sind gescheitert." Philipp Türoff, Geschäftsführer des 1. FC Köln
Durch die Verzögerung und Blockade spiele die Politik mit der Zukunft des Kölner Fußball-Bundesligisten. Deshalb wollen die Anhänger des 1. FC Köln vor der Kommunalwahl Druck auf die politischen Parteien ausüben.
Streit um Trainingsplätze im Kölner Grüngürtel
Hintergrund ist die Diskussion von Verantwortlichen des Fußballklubs mit Politikern und der Kölner Stadtverwaltung über den Bau zusätzlicher Trainingsplätze. Das Problem: Das Vereinsheim des 1.FC Köln, das Geißbockheim, liegt im besonders geschützten Grüngürtel der Stadt Köln. Deshalb gibt es politischen Widerstand.
Im Laufe der Diskussion prüften Stadtverwaltung und FC alternative Standorte. Diese Prüfungen ergaben nach Angaben des FC aber, dass andere Standorte für die Trainingsplätze nicht infrage kommen. Deshalb will der FC die zusätzlichen Plätze im Grüngürtel bauen.
FC-Fans fordern Unterstützung für Ausbau des Geißbockheims
Um diese Pläne umsetzen zu können, wollten der Verein und seine Anhänger kurz vor den Kommunalwahlen am 14. September ein Zeichen setzen. Einerseits mit der Demo unter dem Motto "Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz".
Andererseits hatte der Verein schon im Vorfeld seine Mitglieder in einem Brief dazu aufgerufen, bei der Wahlentscheidung zur berücksichtigen, welche Parteien den FC bei den Ausbauplänen unterstützen
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort