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Jakob und Wilhelm Grimm, zeitgenössische Darstellung

ZeitZeichen 04.01.1961 - Wörterbuch der Brüder Grimm vollendet

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Die Sammlung der deutschen Kinder- und Hausmärchen haben die Brüder Grimm unsterblich gemacht. Dabei erforderte die andere Arbeit der Philologen noch mehr Fleiß: Jacob und Wilhelm wollten ein Wörterbuch herausbringen, das in aller Gründlichkeit Herkunft und Bedeutung jedes Wortes der deutschen Sprache beschreibt.

Von Ralph Erdenberger

Das Werk sollte eine buchstäbliche Brücke zwischen den vielen deutschen Kleinstaaten sein. Erstmals wurden auch "unfeine" Wörter aufgenommen. Die gewaltige Aufgabe haben sie unterschätzt: Veranschlagt waren 7 Bände in 10 Jahren. 

Als das Werk 1961 mit 32 Bänden endlich fertig war, waren die berühmten Brüder schon längst unter der Erde. Wilhelm Grimm, der die Beiträge zum Buchstaben D verfasste, starb 1859. Jacob verschied 1863 über der Bearbeitung des Artikels "Frucht".

Doch die Arbeit trug Früchte: Sprachwissenschaftler in Ost-Berlin komplettierten den "Grimm". Mit seinem Erscheinen begann sogleich die Überarbeitung. Denn lebendige Sprache lässt sich schwer dauerhaft zwischen Buchdeckel pressen.

Redaktion: Ronald Feisel

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