WDR 5 Tagesgespräch : Wie viel Einfluss soll Politik auf Kultur haben?
Die Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer reißt nicht ab. Künstler:innen befürchten, vor jeder staatlichen Förderung durchleuchtet zu werden. Geht das zu weit? Diskutieren Sie mit Moderator Jürgen Wiebicke und Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik, im WDR 5 Tagesgespräch!
Die Kritik an Weimer hält an: Beim Deutschen Buchhandlungspreis ließ er drei nominierte linke Buchhandlungen wegen angeblicher Sicherheitsbedenken streichen, das sorgte in der Kulturszene für erheblichen Wirbel. Auch beim Festakt zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse wurde der Kulturstaatsminister mit Buhrufen empfangen. Den traditionellen Messerundgang hatte er zuvor bereits abgesagt. Im Zentrum steht die Frage, wie stark politische Akteure Einfluss auf kulturelle Ausdrucksformen nehmen dürfen.
Kritik an Kunst kann schnell politisch aufgeladen werden. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn oft berührt Kunst zentrale Fragen von Gesellschaft und Demokratie. Debatten über Grenzen, Verantwortung und Meinungsfreiheit gehören dazu. Doch wo verläuft die Linie zwischen politischer Kritik und tatsächlicher Einschränkung?
Wie viel Einfluss sollte Politik auf Kultur haben? Wo beginnt für Sie ein Eingriff in die Kunstfreiheit? Oder braucht staatlich geförderte Kultur klare Regeln? Wie ausgewogen ist der Kulturbetrieb?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Prof. Dr. Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim
Reaktion: Chris Hulin und Lars Schweinhage
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 19.03.2026, 12:10 Uhr