Eigene Wohnung, eigenes Leben: Für viele junge Menschen beginnt ein neuer Abschnitt, wenn sie das Elternhaus verlassen. Das durchschnittliche Alter in Deutschland hat sich seit mehr als zehn Jahren kaum verändert, liegt aber deutlich niedriger als in vielen anderen europäischen Ländern. Konstant ist auch der Geschlechterunterschied. Junge Männer bleiben etwas länger zuhause wohnen.
Die Gründe für einen Auszug oder die Entscheidung, zuhause wohnen zu bleiben, können vielfältig sein, etwa die Lage am Wohnungsmarkt. Eine eigene Bleibe muss man sich leisten können, in angespannten Lagen wie in Uni-Städten ist das schwieriger. Außerdem haben Eltern und Kinder oft ein anderes Verhältnis zueinander als noch in den Generation davor. Wer sich mit den Eltern freundschaftlich verbunden fühlt, bleibt vielleicht auch gerne zuhause wohnen. Und auch manche Eltern schätzen es, wenn die Kinder wohnen bleiben und leiden, wenn sie ausziehen.
Wie geht es Ihnen: Wann sollten Kinder ausziehen? Zu früh, zu spät: Wovon hängt der perfekte Zeitpunkt ab? Wann sind Sie von zuhause ausgezogen und warum? Wie geht es Ihnen mit Ihren Kindern? Welche gesellschaftlichen Faktoren halten Sie für relevant?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Wissenschaftsjournalistin und Autorin Adelheid Müller-Lissner
Reaktion: Chris Hulin und Jessica Eisermann
Buchtipp
Adelheid Müller-Lissner (2020): Empty Nest: Wenn die Kinder ausziehen. Berlin: Ch. Links Verlag. 208 Seiten. ISBN 978-3962890865
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 23.04.2026, 12:10 Uhr