Der gute Wal, der böse Wolf – Welches Tier hat unser Mitgefühl?
Seit Tagen bangt Deutschland um einen gestrandeten Buckelwal. Gleichzeitig sorgen Wölfe in deutschen Wäldern bei vielen Menschen für Unbehagen.
Warum empfinden wir für einzelne Tiere so viel Mitgefühl – während uns das Überleben einer Art oft nicht interessiert? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!
Eichhörnchen finden wir süß, vor Spinnen ekeln wir uns. Ein verirrtes Reh ruft Beschützerinstinkte hervor, während das Leiden von Ferkeln in Massentierhaltung kaum zu Protesten führt. Unsere Sympathien für Tiere sind höchst unterschiedlich verteilt und selten rational erklärbar.
Das Makakenbaby Punch im Tokioer Zoo, verstoßen und mit einem Stoffaffen als Ersatzmutter, rührte Menschen im Internet zu Tränen. Der gestrandete Wal in der Ostsee löst zahllose Hilfsaktionen aus. Doch der überfischte Ostsee-Dorsch findet kaum Beachtung, und die Rückkehr des Wolfes weckt Ängste statt Freude. Was prägt unser Bild von Tieren? Welche Arten bekommen unsere Sympathien – und warum?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Dr. Friederike Schmitz, Autorin & Referentin, Ethik und Politik der Mensch-Tier-Beziehung
Redaktion: Chris Hulin und Monika Kophal
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 01.04.2026, 12:10 Uhr