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Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke
Symbolbild zum Thema "Fahren ohne Fahrausweis"

Keine Strafe mehr fürs "Schwarzfahren" – eine gute Idee?

Justizministerin Hubig (SPD) erwägt, "Schwarzfahren" zu entkriminalisieren. Denn wer wiederholt Geldstrafen nicht zahlt, kann aktuell dafür sogar im Gefängnis landen. Finden Sie das angemessen? Diskutieren Sie im WDR 5 Tagesgespräch mit Tobi Schäfer und Christina Graebsch von der FH Dortmund!

Bislang gilt die ÖPNV-Nutzung ohne gültiges Ticket als Straftat – und wer wiederholt die verhängten Bußgelder nicht bezahlt, dem droht eine Ersatzfreiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Das betrifft aktuell vor allem Arbeitslose, viele leiden unter Suchterkrankungen oder psychischen Erkrankungen.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) erwägt nun, das zu ändern. Denn die Gerichtsverfahren und Gefängnisaufenthalte binden juristische Ressourcen und kosten Geld – rund 200 Millionen Euro im Jahr, so der Deutsche Anwaltverein (DAV). Aus der Union kommt Kritik: Man befürchte dann mehr Passagiere ohne Ticket. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, "Schwarzfahren" würde so zum "Kavaliersdelikt".

Keine Ersatzfreiheitsstrafe mehr für Fahren ohne Ticket – finden Sie das sinnvoll? Oder wäre das ein falsches Signal? Was kann man tun, um das Fahren ohne Ticket einzudämmen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Christine Graebsch, Professorin für Rechtliche Grundlagen der Sozialen Arbeit an der FH Dortmund

Redaktion: Chris Hulin und Monika Kophal

Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 08.04.2026, 12:10 Uhr

Keine Strafe mehr fürs "Schwarzfahren" – eine gute Idee?

WDR 5 Tagesgespräch 08.04.2026 45:05 Min. Verfügbar bis 08.04.2027 WDR 5


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