"Die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen befinden sich in einer massiven Schieflage", erklärt Gesundheitsministerin Nina Warken. Allein 2025 droht ein Defizit von 15 Milliarden Euro. Eine Kommission hat daher 66 Reformvorschläge mit einem potenziellen Sparvolumen von bis zu 42 Milliarden Euro erarbeitet.
Zentraler Hebel: Vergütungen für Kliniken, Praxen und Hersteller sollen künftig nicht stärker steigen als die Kasseneinnahmen. Das allein könnte 19 Milliarden Euro einsparen. Zudem empfiehlt die Kommission das Ende der kostenfreien Mitversicherung für Ehepartner, höhere Zuzahlungen bei Medikamenten, die Streichung der Homöopathie sowie neue Abgaben auf Tabak, Alkohol und Zucker.
Wie bewerten Sie diese Pläne? Steigt dadurch die Qualität? Warum kostet unser Gesundheitssystem soviel? Und warum ist unsere medizinische Versorgung im Vergleich oft schlechter? Welches System können wir uns künftig noch leisten? Was ist unverzichtbar?
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Gast: Prof. Dr. Stefan Greß, Professor für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie, Hochschule Fulda
Redaktion: Chris Hulin und Alina Eckelmann
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 31.03.2026, 12:10 Uhr