WDR 5 Tagesgespräch : Abschiebungen in Drittstaaten – konsequent oder inhuman?
Abgelehnte Asylbewerber sollen künftig auch über Abschiebezentren in Drittstaaten zurückgeführt werden können. Ist das ein konsequenter Schritt in der Migrationspolitik oder ein humanitärer Dammbruch? Diskutieren Sie im WDR 5 Tagesgespräch mit Michael Imhof und dem Migrationsforscher Gerald Knaus.
Die EU hat sich auf deutlich strengere Regeln für Rückführungen und Abschiebungen verständigt. Im Mittelpunkt stehen sogenannte "Return Hubs" in Staaten außerhalb der Europäischen Union. Dorthin könnten abgelehnte Asylbewerber gebracht werden, wenn eine Rückführung in ihr Herkunftsland nicht möglich ist – etwa weil das Heimatland die Betroffenen nicht zurücknimmt.
Befürworter sehen darin einen wichtigen Baustein für eine kontrollierte und wirksame Migrationspolitik. Kritiker hingegen warnen vor möglichen Menschenrechtsproblemen und davor, dass Europa Verantwortung für den Umgang mit Flüchtlingen und Migranten in Drittstaaten verlagert.
Lassen sich Abschiebezentren und Menschenwürde vereinbaren? Helfen "Return Hubs", die Migration besser zu steuern – oder gehen sie zu weit? Lösen Abschiebezentren außerhalb der EU Migrations-Probleme – oder schaffen sie neue?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Gerald Knaus, Sozialwissenschaftler und Migrationsforscher
Redaktion: Chris Hulin und Monika Kophal
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 03.06.2026, 12:10 Uhr