Diese Gäste diskutieren beim Philosophie-Tag über unsere Zeit

Unsere Gäste beim Philosophie-Tag auf WDR 5 – Philosoph:innen, Autor:innen, Vordenker:innen – diskutieren über die unruhige Gegenwart: Wo wir stehen, wohin wir gehen. Im Austausch entsteht ein Raum des Nachdenkens – nicht um fertige Antworten zu liefern, sondern um Haltung zu gewinnen.

Porträt Wolfgang Eilenberger diskutierend bei einer Veranstaltung

Wolfram Eilenberger | 10-11 Uhr
Was kann Philosophie? Kann sie uns helfen oder sogar trösten? Philosoph und Schriftsteller Wolfram Eilenberger fragt nach dem Wesen und Nutzen der "Liebe zur Weisheit". Gemeinsam mit Moderator Jürgen Wiebicke geht er der Frage nach, wie Philosophie Orientierung stiften kann in einer aufgeregten und als krisenhaft empfundenen Gegenwart.

Wolfram Eilenberger | 10-11 Uhr
Was kann Philosophie? Kann sie uns helfen oder sogar trösten? Philosoph und Schriftsteller Wolfram Eilenberger fragt nach dem Wesen und Nutzen der "Liebe zur Weisheit". Gemeinsam mit Moderator Jürgen Wiebicke geht er der Frage nach, wie Philosophie Orientierung stiften kann in einer aufgeregten und als krisenhaft empfundenen Gegenwart.

Michael Zichy | 11-12 Uhr
Menschenbilder haben Macht über uns. Wie betrachten wir den Menschen? Das fragt der österreichisch-ungarische Philosoph Michael Zichy, der an der Universität Bonn lehrt. All unser Denken und Verhalten wird durch bestimmte Vorannahmen, was und wie ein Mensch zu sein hat, beeinflusst. Mit Moderator Jürgen Wiebicke diskutiert er über Menschenbilder, wie sie Ordnungen durchziehen, und fragt, wie wir auf den Menschen blicken.

Rainer Mühlhoff | 12-13 Uhr
Künstliche Intelligenz kommt zunehmend in unserem Alltag an. Von den großen Tech-Firmen werden die stärker werdenden Sprachmodelle wie ChatGPT als große Heilsbringer angepriesen. Damit befasst sich Rainer Mühlhoff. Er ist Philosoph und Mathematiker, Professor für Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Im Gespräch mit Moderator Ralph Erdenberger geht es um die Macht der Daten, ihre Wirkung, ihre Gefahr und die Frage: Verlieren wir etwas, wenn wir auf die neue Technologie setzen?

Melanie Raabe | 13-14 Uhr
Die Kunst des guten Lebens treibt Autorin Melanie Raabe um. Wie kann unser Leben inspirierter und kreativer werden? Dass die Tage nicht einfach nur vorbeirauschen, sondern wir all die interessanten Dinge, Menschen und Geschehnisse um uns herum aktiver wahrnehmen? In ihren Büchern sucht sie nach Wegen, den Ohnmachtsgefühlen unserer Gegenwart zu begegnen – und erzählt Moderatorin Julia Schöning, wie wir schon mit kleinen Dingen Inspiration, Selbstwirksamkeit und Kreativität stärken können.

Aladin El-Mafaalani | 14-15 Uhr
Wo stehen wir als Gesellschaft, wenn Vertrauen verloren geht? Aladin El-Mafaalani ist Professor für Migrations- und Bildungssoziologie an der TU Dortmund. Er geht der Frage nach, warum populistische Bewegungen und Verschwörungsideologien in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit an Kraft gewinnen. Im Gespräch mit Moderatorin Anja Backhaus sucht der Soziologe Antworten darauf, was eine Gesellschaft zusammenhält, wenn Vertrauen in Institutionen, Politik und Öffentlichkeit schwindet.

Kirsten Meyer | 15-16 Uhr
Wohin wir als Gesellschaft gehen, entscheidet sich auch dadurch, wie wir über unsere Zukunft sprechen, sagt Philosophin Kirsten Meyer. Sie untersucht, weshalb Debatten über Klimawandel, Verantwortung und Verzicht schnell in Empörung, Abwehr und Resignation kippen. Meyer, Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, plädiert für eine neue Streitkultur. Wie diese aussehen könnte und welche Konsequenzen sie hätte, klärt sie mit Moderatorin Anja Backhaus.

Alfred Hirsch | 16-17 Uhr
Es herrscht wieder Krieg in Europa, auf der globalen Bildfläche nehmen Konflikte und Krisen zu. Alfred Hirsch, Philosophie-Professor an der Universität Witten-Herdecke, lenkt den Blick auf den Frieden, der für ihn nicht bloß Abwesenheit von Gewalt bedeutet. Mit Moderatorin Carolin Courts betrachtet er verschiedene Friedenskonzepte, die den Fokus nicht nur auf politische, sondern auch auf gemeinschaftliche und zwischenmenschliche Faktoren legen.

Andreas Zick | 17-18 Uhr
Wie reagieren Menschen, wenn vertraute Orientierungen verloren gehen? Und warum können gerade solche Phasen gesellschaftliche Veränderungen anstoßen? Das untersucht Sozialpsychologe Andreas Zick, Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. In seiner Unsicherheitsforschung geht es nicht nur um Angst und Verunsicherung, sondern auch um die Fähigkeit, neue Wege zu finden und handlungsfähig zu bleiben. Das Ungewisse nicht als Bedrohung, sondern als Möglichkeit begreifen – darüber diskutiert er mit Moderatorin Carolin Courts.

Stand: 29.05.2026, 16:04 Uhr