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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Symbolbild: Ein Mensch streckt vor blauem Himmel lächelnd die Arme zur Seite

Bonn: Das philosophische Radio ... über Glück und Glückseligkeit

Mit dem Glück ist es so eine Sache: Es prägt den Augenblick, in dem man von ihm ganz und gar eingenommen ist. Es zu beschreiben, ist allerdings nicht so einfach, denn es ist individuell – und es hat die Neigung, sich exakter Erklärung zu entziehen. Was also macht das Glück aus?

Philosophisch gesehen, ist der Blick auf das Begriffspaar Glück und Glückseligkeit interessant: Das Glück markiert den flüchtigen Augenblick der Erfüllung – die Glückseligkeit beschreibt eher einen Zustand des Wohlergehens, hier sind die Grenzen zwischen Glück und Zufriedenheit fließend.

Können wir Glück nur durch Tugendhaftigkeit erreichen?

Was macht das Glück aus? Das ist Gegenstand der Philosophie seit der griechischen Antike. Für Aristoteles zum Beispiel ist das Glück (Eudaimonia) das höchste Ziel menschlichen Lebens, das dann erreicht werden kann, wenn man sich tugendhaft durchs Leben schlägt. Also doch Glückseligkeit?

Im Lauf der Geschichte nach Aristoteles gab es von den antiken Hedonisten über die Stoiker bis zu Kant viele verschiedene Erklärungsansätze zu Glück und Glückseligkeit. Die eine, definitive Erklärung gibt es bis heute nicht.

"Das Glück ist etwas, das den Menschen zutiefst bewegt, ohne dass er es fassen kann." Der Bonner Philosoph Rainer Schäfer geht davon aus, dass die Philosophie gar keine definitive Erklärung dieses sehr individuellen Gefühls leisten kann. Er setzt auf das Glücksgefühl, dass ästhetische Berührung bedeuten kann, etwa durch ein Gedicht, durch ein Kunstwerk, durch Musik.

Der Philosoph Rainer Schäfer und Moderator Jürgen Wiebicke laden am 11. Oktober 2025 um 19 Uhr in die Universität Bonn (Hörsaal 9) ein zu einem Austausch über das Glück und die Glückseligkeit.

Redaktion: Gundi Große