Christopher Clarks "Skandal in Königsberg": Aus Krisen lernen
Bei der lit.COLOGNE spricht Christopher Clark mit Moderatorin Sonia Mikich über sein Buch "Skandal in Königsberg": über religiösen Eifer und skandalträchtige Ausschweifungen damals und über politische Konflikte und mediale Empörungskampagnen heute.
Der Historiker Sir Christopher Clark ist ein ausgewiesener Preußenkenner und hat Bestseller wie „Die Schlafwandler“ geschrieben. In „Skandal in Königsberg“ hat er sich einen Fall vorgenommen, in dem zwei lutherische Prediger durch religiösen Eifer und dunkle erotische Geheimnisse zu Fall kommen.
Ein Skandal erschüttert im Jahr 1835 die ostpreußische Stadt Königsberg, die einstige Wirkungsstätte von Immanuel Kant. Es geht um Sex, Macht, falsche Freunde und böse Anschuldigungen vor Gericht. Der Plot könnte aus einem Groschenroman stammen, ist aber ein historischer Justiz- und Gesellschaftsskandal.
Sir Christopher Clark: "Erst wenn es kriselt, lernen wir"
Sonia Mikich und Sir Christopher Clark auf der lit.COLOGNE – Foto: Hieronymus Rönneper
Bei der lit.COLOGNE hat Christopher Clark sein Buch vorgestellt. Mit Moderatorin Sonia Mikich hat er sich nicht nur darüber unterhalten, wie der Sitten- und Religionsskandal von damals eine verschlafene Kleinstadt und die Behörden in Aufruhr versetzte, sondern auch über Russlands Zugehörigkeit zu Europa und die erstaunlichen Parallelen der historischen Ereignisse zu den politischen Konflikten und Medienskandalen unserer Zeit.
Ausschnitte aus einer Veranstaltung der lit.COLOGNE 2026
Moderation: Sonia Mikich
Bearbeitung: Martin Krinner
Redaktion: Mireilla Zirpins
Foto: lit.COLOGNE - Hieronymus Rönneper
Literaturangaben:
Christopher Clark: Skandal in Königsberg.
DVA 2025. 224 Seiten.
Sendung: WDR 5, Literatur live, Christopher Clark: Skandal in Königsberg, 28.05.2026, Uhrzeit der Sendung: 20:03 Uhr.