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Zechenhäuser: Perlen des Ruhrgebiets

Das eigene "Häusken" in der Kolonie bescherte einst Tausenden von Zechen- und Fabrikarbeitern ein trautes Heim. Heute sind viele alte Zechenhäuser neu bewohnt und stehen unter Denkmalschutz.

Zechenhäuser: Aussenfassaden der Wohnhäuser der Gartenstadt Welheim in Bottrop

Wir haben uns mit Wanderführer Walter Horn von dem Wanderverein "49ontop" auf den Weg gemacht – und sind von der Zeche Kolonie Hegemannshof in Essen-Katernberg bis zur Gartenstadt-Kolonie Welheim in Bottrop gewandert.

Wir haben uns mit Wanderführer Walter Horn von dem Wanderverein "49ontop" auf den Weg gemacht – und sind von der Zeche Kolonie Hegemannshof in Essen-Katernberg bis zur Gartenstadt-Kolonie Welheim in Bottrop gewandert.

Heimat-Idylle: Die Gartenstadt Welheim in Bottrop zählt zu den beeindruckendsten historischen Zechensiedlungen in NRW. Die Siedlung entstand zwischen 1913 und 1923 nach englischem Vorbild der Gartenstadtbewegung.

Die Siedlung Hegemannshof an der Meerbruchstraße in Essen entstand ab 1890. Fünfzig Häuser gleicher Bauart und Gestaltung reihen sich aneinander. Jedes Haus besteht aus vier Wohneinheiten mit eigenem Eingang, Keller und Zimmern im Erdgeschoss.

Bettina und ihr Mann lieben ihre alte Heimat und freuen sich bei ihrer Wanderung über den Nordstern-Radweg immer wieder, einen Blick auf die alten Siedlungen werfen zu können.

Ein Himmelbett für Tauben ist die Taubenklink in Essen, die an der Wanderstrecke liegt. Auch die Tauben gehören zur Arbeitersiedlungskultur. Als "Rennpferd des kleinen Mannes" genießen die Tauben im Ruhrgebiet eine Krankenbehandlung wie Privatpatienten.

Vom Nordstern-Radweg hat man eine guten Blick in die Gärten der alten Zechenkolonien. Hinter der Häuserzeile stehen kleine Wirtschaftsgebäude und die typischen Gärten zur Eigenversorgung, einschließlich Stall zur Haltung von Ziegen oder Schweinen.

Stand: 05.11.2025, 13:22 Uhr