Geheimnisvoll: Der Wittgensteiner Mythen- und Sagenweg in Bad Laasphe

Auf sehr schön illustrierten Tafeln am Wegesrand kann man die Geschichten und Sagen der alten Zeit nachlesen und seiner Fantasie freien Lauf lassen, während man weiter durch einen mystisch anmutenden Wald wandert.

Im nebeligen Winter-Dunst auf dem Wittgensteiner Mythen- und Sagenweg unterwegs

Höhepunkt des zwölf Kilometer langen Rundwanderweges ist die Teufelskanzel. Eine Felsformation inmitten eines alten Eichenwaldes. Von hier aus sollen Hexen und Dämonen gestartet sein, um hoch zum Schloss zu fliegen.

Höhepunkt des zwölf Kilometer langen Rundwanderweges ist die Teufelskanzel. Eine Felsformation inmitten eines alten Eichenwaldes. Von hier aus sollen Hexen und Dämonen gestartet sein, um hoch zum Schloss zu fliegen.

Das Schloss Wittgenstein thront über der Stadt Bad Laasphe. An diesem Dezembertag hüllt es sich in Nebel. Der Mythen- und Sagenweg führt zwar nicht am Schloss vorbei, aber vom Weg aus sieht man es immer wieder. Einige der Sagen nehmen Bezug auf das Schloss.

In früheren Zeiten führten meist nur Pfade durch die tiefen Wälder Wittgensteins. Dieses Waldstück im Botzebach mieden die Laaspher damals nach Einbruch der Dunkelheit, weil hier ein Jäger mit seinen wilden Hunden sein Unwesen getrieben haben soll.

Gerade im Herbst und Winter, wenn der Nebel über den Wäldern liegt, entfaltet der Wittgensteiner Mythen- und Sagenweg seinen vollen Zauber. Denn wenn die Sicht eingeschränkt ist, beginnt die Fantasie lebendig zu werden.

Im dichten Nebel hört man plötzlich Geräusche und meint, Schatten oder Silhouetten wahrzunehmen. Idealer Ausgangszustand, um sich vorzustellen, was vor Hunderten Jahren in diesen tiefen, großen Wäldern Wittgensteins so alles passiert sein könnte.

Wenn man sich auf die alten Sagen einlässt, entdeckt man plötzlich geheimnisvolle Dinge am Wegesrand. Spinnen weben Fäden und die Menschen damals haben Geschichten gesponnen, die dieser Weg für uns zugänglich macht.

Ein Highlight des Weges ist sicher die Teufelskanzel. Es ist ein schönes Gefühl, auf diesen Felsen zu stehen und in den magischen Eichenwald zu schauen. Gegenüber der Teufelskanzel liegt das Schloss Wittgenstein. Wesen aus vergangenen Zeiten sollen diese direkte Linie als Flugschneise benutzt haben, heißt es.

Stand: 12.12.2025, 11:47 Uhr