Wandern am Baldeneysteig in Essen

Im grünen Süden von Essen: Der Baldeneysteig

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Einmal rund um den See führt der 26 Kilometer lange Baldeneysteig. Beachtliche 600 Höhenmeter muss der Wanderer bewältigen. Wem die gesamte Strecke zu lang ist, der kann mit Bus, Bahn und Schiff abkürzen.

Von Andrea Klasen

Im grünen Süden von Essen: Der Baldeneysteig

WDR 4 Wanderschön 20.07.2025 02:26 Min. Verfügbar bis 19.07.2026 WDR 4


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Der Baldeneysteig lässt sich prima in Etappen einteilen. Etwa in eine Nord- und eine Südetappe. Mit ÖPNV oder dem Schiff kann man Wegpassagen abkürzen oder zurück zu seinem Ausgangspunkt fahren.
Wer es nostalgisch mag: Zwischen Essen-Kupferdreh und Haus Scheppen transportiert an bestimmten Tagen die Museumsbahn Hespertal Passagiere.
Vorher Fahrpläne studieren.

An warmen Sommertagen eignet sich die Nordseite gut zum Wandern, da der Weg durch Schatten spendende Laubwälder führt. Allerdings: Bei feuchtem Wetter sind rutschfeste Schuhe von Vorteil, da es auch über Wurzelwege geht.
Wandert man am Nordufer des Sees, ist die Großstadt spürbar.
Das Südufer ist landwirtschaftlich geprägt.

Wer gerne in Stille wandert, sollte wissen, dass der Baldeneysteig in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens liegt.

Einkehrmöglichkeiten gibt es viele am Wegesrand.

Wandern im grünen Süden von Essen: Auf dem Baldeneysteig

Der insgesamt 26 Kilometer lange Steig umrundet den Baldeneysee und hält 600 Höhenmeter bereit. Wer das Wandern am Rande einer Ruhrgebietsstadt ausprobieren möchte, der ist hier auf einem guten Weg.

Wandern am Baldeneysteig in Essen

Der Baldeneysteig bietet immer wieder tolle Ausblicke auf den größten der sechs Ruhrstauseen. 

Der Baldeneysteig bietet immer wieder tolle Ausblicke auf den größten der sechs Ruhrstauseen. 

Es geht abseits des Uferweges in den Wald hinein, vielerorts auf schmalen Pfaden.

Die Korte Klippe erinnert an den Essener Gartenbaudirektor Rudolf Korte. Unter seiner Leitung war der Grugapark Ende der 1920er Jahre entstanden.

Blick vom Nordufer des Sees auf einen Teil des Südufers. Spürt man am Nordufer laufend die Nähe zur Großstadt, so ist der Stadtteil Fischlaken am Südufer landwirtschaftlich geprägt.

Die Vorteile der Großstadt kann ausnutzen, wer nicht in einem Rutsch die gesamten 26 Kilometer laufen möchte; man kann Wegstrecken mit ÖPNV, der Museumsbahn Hespertalbahn oder mit dem Schiff zurücklegen.

Am Wegesrand treffen wir auf schmucke Fachwerkhäuser, wie hier in Bredeney.

Die insgesamt vier kleinen Abstecher entlang der Hauptroute – Seitenblicke genannt – zu machen, lohnt sich: Die Ruine Isenburg hoch über dem See ist im Mittelalter entstanden.

Ein Schmuckstück und ein Ort der Stille ist die Klusenkapelle St. Aegidius. Die wunderschönen Bleiglasfenster sollte man gesehen haben. Die Kapelle stammt auch aus dem Mittelalter.

Die Siedlung Brandenbusch in unmittelbarer Nähe zur Villa Hügel ist ab 1885 entstanden. Hier lebten die zahlreichen Angestellten der Familie Krupp.

Großes Haus mit großem Park: die Villa Hügel. Einst Wohnsitz der Stahlbarone Krupp, heute eines der bekanntesten Museen Nordrhein-Westfalens.

Die Villa Hügel verfügt über 399 Räume. Beeindruckend ist allein das Foyer. Diese große Eingangshalle auf sich wirken zu lassen, ist ein Erlebnis.

Weiterführende Informationen

Anfahrt:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in den Weg einzusteigen. Wir sind an der Zeche Carl Funke gestartet, etwa 9 Kilometer bis zur Villa Hügel gelaufen und mit der Weißen Flotte bis zum Anleger Heisingen zurückgefahren.

Zeche Carl Funke
Lanfermannfähre 118
45259 Essen

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