"Die Sterne leuchten nur für uns" von Virginie Grimaldi
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Was kann man machen, wenn das Leben zur Sackgasse wird und man nur noch auf der Stelle tritt? So geht es Anna, alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern, die als Kellnerin jobbt, dennoch immer knapp bei Kasse ist und ihre Kinder höchstens noch beim Frühstück sieht.
Von Mike Altwicker
Dabei wären die beiden Mädchen gerade besonders auf sie angewiesen. Während die Ältere sich von einer Schwärmerei in die nächste stürzt, vereinsamt die Jüngere zusehends.
Als Anna begreift, dass sie alle unter der aktuellen Situation leiden, mietet sie einen Camper und sie machen sich auf den Weg nach Skandinavien zu den Polarlichtern. Mutter und Töchtern ist bewusst, dass manche Wege nur in eine Richtung laufen und kein Zurück mehr kennen.
Mit viel Gefühl und feinem Humor erzählt Virginie Grimaldis neuer Roman von einer Mutter, die alles riskiert, um ihren Kindern und sich selbst wieder Nähe, Freiheit und Hoffnung zu schenken. Es geht um Niederlagen und große Träume und um den Mut, neue Wege zu gehen.
Die Autorin schildert die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was dem Roman eine enorme Lebendigkeit verleiht und ihn umso berührender und überraschender macht.
Mit jedem Kilometer, den die drei Heldinnen zurücklegen, wächst nicht nur die Entfernung zum Alltag, sondern auch das Verständnis füreinander. Der Leser begibt sich mit ihnen auf eine Familienreise, die zum Abenteuer wird – mit Polarlichtern, Pannen und Momenten, die zu Herzen gehen.
Wer Geschichten liebt, die unter die Haut gehen, sollte diese nicht verpassen.
"Die Sterne leuchten nur für uns"
Autorin: Virginie Grimaldi
Verlag: Penguin
368 Seiten
17,00 €