Als Kantabrien bezeichnete man in antiker Zeit die spanische Nordküste bis zu den Pyrenäen. Es war und ist bis heute das Land der Basken, die sich selbst als »Euskal Herritar« bezeichnen. Ihre Sprache lässt sich weltweit zu keiner anderen in Beziehung setzen, was schon auf ihre Wurzeln tief in den Zeiten des vorgeschichtlichen Europas verweist. Und doch ist die kulturelle Entwicklung des Baskenlandes nicht denkbar ohne die oft kriegerische, immer aber auch intellektuelle Auseinandersetzung – sei es mit benachbarten oder auch von weither einfallenden Völkern, sei es mit entfernten Handelspartnern. Den Gesängen und Tänzen aus verschiedensten Epochen Kantabriens ist der Gitarrist und Alte-Musik-Spezialist Enrike Solinís aus Bilbao mit seinem Euskal Barrokensemble auf der Spur. In Herne nehmen sie das Publikum mit auf eine spannende Zeitreise, die im Golf von Biskaya ihren Anfang nimmt. Von den heidnischen Kultgesängen der Antike über die Heldenepen des frühen Mittelalters und die vielfältigen Ausdrucksformen mystischer Marienverehrung führt sie aufs offene Meer. Schließlich war es der Baske Juan Sebastián Elkano, der 1522 die von Ferdinand Magellan begonnene erste Umsegelung der Welt vollendete.
Euskal Barrokensemble
Guiterne, Laute, Gitarre & Leitung: Enrike Solinís