Live hören
Jetzt läuft: Sinfonie Nr.3 Es-Dur, op.55 von SWR SO Stuttgart; Norrington
00.03 - 06.00 Uhr Das ARD Nachtkonzert
Eckart von Hirschhausen im Foyer des WDR 3 Funkhauses, daneben der Schriftzug: "WDR 3 Musik hilft".

Der lange Thementag WDR 3 Musik hilft! - Ihre persönliche Glücksmusik

Stand:

Viele Wochen lang hat WDR 3 gefragt, welche Musik Ihnen, unseren Hörerinnen und Hörern, in einer Situation Ihres Lebens geholfen hat. Ihre Resonanz war überwältigend.
Jörg Lengersdorf und Eckart von Hirschhausen, der WDR 3 – Musik hilft! über die ganze Zeit begleitet hat, präsentieren, welche Musik Ihnen am besten geholfen hat, Sie tröstet, Ihnen Kraft gibt, oder Sie glücklich macht. Die Glücksmusik unserer WDR 3 Hörerinnen und Hörer - eben Ihre persönliche Glücksmusik!

Musik hilft, sie inspiriert, entspannt, tröstet, verleiht Kraft und schenkt Klarheit. Es erreichten uns zahlreiche Sprachnachrichten, Emails und sogar lange handgeschriebene Briefe. Antonia Ronnewinkel hat viele Ihrer Stimmen zu einer Collage zusammengestellt.

Wie Musik Ihnen hilft - eine Collage

WDR 3 29.11.2025 02:45 Min. Verfügbar bis 26.11.2026 WDR 3


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Wir haben sehr genau zugehört, aufmerksam gelesen, gewissenhaft zusammengetragen und gezählt. Das Ergebnis: Die Musiken, die Ihnen, unseren Hörerinnen und Hörern von WDR 3, am meisten geholfen haben, die Ihnen, Trost spenden, Kraft geben und Sie glücklich machen: Ihre persönliche Glücksmusik eben, die Sie hier noch einmal nachlesen können.

Wenn Sie gerne mehr zu den Glücksmusiken wissen möchten, finden Sie zu jedem Werk ein Audio aus den WDR 3 Meisterstücken zum Nachhören.

Ihre liebste Glücksmusik: Platz 1-3
PlatzWerkKomponist
1Air aus Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068Johann Sebastian Bach
2Klarinetten-Konzert A-Dur KV 622Wolfgang Amadeus Mozart
3Ode an die Freude aus Sinfonie Nr. 9d-mollLudwig van Beethoven
Ihre liebste Glücksmusik: Platz 4-6
PlatzWerkKomponist
4Die vier JahreszeitenAntonio Vivaldi
5Die UnvollendeteFranz Schubert
6Klavierkonzert Nr. 1 b-moll op.23Peter Tschaikowsky
Ihre liebste Glücksmusik: Platz 7-10
PlatzWerkKomponist
7FeuerwerksmusikGeorg Friedrich Händel
8Ein deutsches RequiemJohannes Brahms
9Sinfonie Nr. 9 e-Moll op.95 "Aus der neuen Welt"Antonín Dvořák
10TräumereiRobert Schumann

ALLE AUDIOS ZUM NACHHÖREN

Fotostrecke zum Festkonzert von "WDR 3 - Musik hilft!"

Ein Tag ganz im Zeichen von "WDR 3 - Musik hilft!". Hier gibt es Eindrücke vom großen Festkonzert aus dem WDR Funkhaus am Wallrafplatz mit Eckart von Hirschhausen, Dorothee Oberlinger, Sophie Pacini und dem WDR Funkhausorchester unter der Leitung von Enrico Delamboye.

Eindrücke vom Festkonzert von "WDR 3 - Musik hilft!" aus dem WDR Funkhaus: Vor dem Konzert noch schnell ein Selfie.

Vor dem großen Finale von "WDR 3 - Musik hilft!" gab es noch schnell ein Selfie zur Erinnerung.

Vor dem großen Finale von "WDR 3 - Musik hilft!" gab es noch schnell ein Selfie zur Erinnerung.

Moderatorin des Abends Claudia Belemann begrüßt die Gäste im Kölner Funkhaus des WDR.

Das Publikum im vollbesetzten Saal blickte gespannt und mit großer Vorfreude auf das Konzert, das vielleicht auch mit einer persönlichen Glücksmusik aufwarten sollte.

Durch das Konzert führte WDR 3 Moderatorin Claudia Belemann.

Arzt und Wissenschaftsautor Eckart von Hirschhausen hat "WDR 3 – Musik hilft!" die ganze Zeit begleitet, vom Auftakt am 11. Oktober bis zum großen Abschlusskonzert am 29. November.

Gespielt wurde unter anderem "Ave Maria" von Franz Schubert...

... und der "Blumenwalzer" von Peter Tschaikowsky.

Das Funkhausorchester spielte unter der Leitung von Enrico Delamboye.

WDR 3 Hörer Professor Christian Brunnert berichtete über sein musikalisches Engagement für ältere Patientinnen und Patienten an der LVR-Klinik in Bonn: So singe er zusammen mit ihnen immer auch den Abendsegen von Engelbert Humperdinck. Der dortige Chefarzt sage: "Keine Medikation kann das ersetzen, was Musik auslöst."

Die Spitzen-Blockflötistin Dorothee Oberlinger brillierte mit einer Hommage an den König unter den Singvögeln, die Nachtigall bzw. "Den Nachtegael" von Jacob van Eyck.

Dorothee Oberlinger erzählte von einem bewegenden Moment: Sie spielte "Den Nachtegael" auf Wunsch eines Herrn für seine sterbenskranke Frau.

Eckart von Hirschhausen schlägt zusammen mit Christoph Reuter am Klavier musikalisch "über die Stränge" - für WDR 3 ein "Skandal" (um Rosi), wie er augenzwinkernd bemerkte.

Nach der humorvollen Einlage wurde die meistgenannte "Glücksmusik" der WDR 3 Hörerinnen und Hörer gespielt: Das Air von Johann Sebastian Bach.

Die Pianistin Sophie Pacini glänzte mit dem zweiten Satz aus dem Klavierkonzert C-Dur, KV 467 von Wolfgang Amadeus Mozart, der es schaffe, eine "strahlende Vertonung der Sonne zu sein, aber auch in die Tiefen der Seele hinabzublicken".

Sophie Pacini engagiert sich ehrenamtlich und geht mit ihrer Musik in Frauenhäuser. Sie berichtete, wie die Klavierfantasie in d-Moll von Mozart die Körperhaltung der Zuhörerinnen verändere und die Frauen wieder Selbstwertgefühl spüren lasse.

Jürgen Weitz, WDR 3 Hörer aus Grevenbroich, über "Trumpet Voluntary" von Jeremiah Clarke: Zunächst bei seiner eigenen Hochzeit vor 36 Jahren gespielt und dann Jahre später bei der Hochzeit seiner Tochter - eine bleibende musikalische Erinnerung.

Die Stars des Abends Christoph Reuter, Eckart von Hirschhausen, Dorothee Oberlinger, Sophie Pacini und Enrico Delamboye zusammen auf der Bühne.

Das Publikum feierte den Konzertabend sowie die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne mit großem Applaus, Jubelrufen und Standing Ovations.

Vereint glücklich über den gelungenen Abend und in der Gewissheit, dass "Musik hilft!": Sophie Pacini und Dorothee Oberlinger zusammen mit der verantwortlichen WDR 3 Redakteurin Eva Maria Wüst und Eckart von Hirschhausen.

Das Programm vom 29. November 2025

6 bis 9 Uhr mit Kornelia Bittmann

  • Im Gespräch u.a.: First Lady Elke Büdenbender zum Benefizkonzerts des Bundespräsidenten und wie es Müttern hilft. Countertenor Nils Wanderer über sein Engagement für die Deutsche Aids-Stiftung
  • Themen u.a.: Die Bremer Stadtmusikanten - Konzert auf der Kinderstation in Gelsenkirchen-Buir, Yehudi Menuhins "Live Music now" in Aachen

9 bis 12 Uhr mit Daniel Finkernagel

  • Im Gespräch u.a.: Bratschist Nils Mönkemeyer reicht es nicht, herausragend zu musizieren und erfolgreich zu lehren. Er will Brücken bauen und Stunden voller Freude schenken. Zum Beispiel gemeinsam mit der Cariatas in Bonn durch "Klassik für alle", für Wohnungslose oder psychisch Kranke. Sänger Wolf Biermann über den Gesang seiner Mutter und was ihm seine Gitarre und Bach bedeuten.
  • Themen u.a.: WFO Geiger Juray Cizmarovic zu Besuch im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe, der Flügel im Münsterschen Tumorzentrum und Erste Hilfe mit der Maus

12 bis 15 Uhr mit Nele Freudenberger

  • Im Gespräch u.a.: Blockflötistin Dorothee Oberlinger über die hilfreichen Seiten ihres Instrumentes, für Sie selbst und andere. Pianistin Sophie Pacini über bewegende Begegnungen bei ihren Konzerten in Frauenhäusern
  • Themen u.a.: "Live Aid" das größte Benefizkonzert der Welt, Starthilfe - Musik für Frühchen in der Charité und wie schmerzhafte Knochenbrüche und ein alter Flügel eine neue Konzertreihe begründen

15 bis 18 Uhr mit Jörg Lengersdorf

  • Im Gespräch u.a.: Resistruments – wie Raketenschrott zu Instrumenten werden und Jugendlichen in Kyjw so stärkt und stützt. Die Stimmen der Hörerinnen und Hörer
  • Themen u.a.: Der Countdown – Jörg Lengersdorf und Eckart von Hirschhausen präsentieren: Die Glücksmusik! Die Musik, die unseren Hörerinnen und Hörern am meisten Trost spendet, am besten stärkt, ihnen hilft und einfach glücklich macht.

18 bis 20 Uhr mit Claudia Belemann

  • Das Festkonzert live aus dem WDR Funkhaus am Wallrafplatz mit dem WDR Funkhausorchester unter der Leitung von Enrico Delamboye, mit Eckart von Hirschhausen, Dorothee Oberlinger und Sophie Pacini. Claudia Belemann moderiert.

Musik hilft allen

Welche Musik hilft Ihnen? Diese Frage haben wir auch vielen Prominenten gestellt. Lassen Sie sich durch ihre Antworten inspirieren und erfahren Sie in unserer Bilderstrecke, was Dorothee Oberlinger, Eckart von Hirschhausen, Sophie Pacini und vielen anderen hilft.

Dorothee Oberlinger - tief verbunden dank Marcello: "Ganz besonders geholfen hat mir das Adagio von Alessandro Marcello aus seinem Oboenkonzert: Ich habe es zur Beerdigung meiner Mutter gespielt. Immer wenn ich es wieder spiele, bin ich noch mehr und ganz besonders mit ihr verbunden."

Dorothee Oberlinger - tief verbunden dank Marcello: "Ganz besonders geholfen hat mir das Adagio von Alessandro Marcello aus seinem Oboenkonzert: Ich habe es zur Beerdigung meiner Mutter gespielt. Immer wenn ich es wieder spiele, bin ich noch mehr und ganz besonders mit ihr verbunden."

Eckart von Hirschhausen - Grappelli gibt neue Energie: "Ich durfte Stéphane Grappelli noch live erleben. Das ist einer dieser Gänsehaut-Momente und vielleicht empfinden Sie auch ein bisschen etwas von dieser jugendlichen Energie mit dem Bach-Violindoppelkonzert in d-Moll."

Elke Heidenreich - bei Kummer hilft Bach: "Musik kann immer helfen, kann sogar heilen, wenn man Kummer hat. Ich rate immer dazu, wenn man Kummer hat, irgendetwas von Bach zu hören. Man ist sofort getröstet."

Sophie Pacini - sie reicht Schuberts Umarmung weiter: "Franz Schuberts Impromptu Opus 142, Nr. 2 in As-Dur ist für mich das Paradebeispiel einer musikalischen Umarmung und deswegen spiele ich das so oft ich kann, wo immer ich kann und wann immer ich kann."

Daniel Hope - Musik hilft, wenn Worte nicht mehr reichen: "Musik kann tragen, wenn alles andere versagt. Sie spricht, wenn wir sprachlos sind. Und sie heilt - nicht sofort, nicht vollständig, aber tief."

Bettina Böttinger - Wagner hilft, die Großmutter anders zu sehen: "Meine Großmutter liebte die Wesendonck-Lieder. Als Kind habe ich erlebt, wie diese Lieder diese Frau veränderten. Das hat mir geholfen, sie ganz anders zu sehen und zu verstehen."

Tamina Kallert - Bach macht Lust aufs Leben: "Besonders schön finde ich das 3. Brandenburgische Konzert. Wenn ich das höre, ist sofort die Lebensfreude da, die Lust aufs Leben und auch eine Zuversicht, dass alles irgendwie gut wird."

Volker Bertelmann alias Hauschka - verklärte Nacht hilft an schwierigen Tagen: "Musik, die mir in schwierigen Tagen hilft, ist die 'Verklärte Nacht' von Arnold Schönberg."

Anna Herbst - Franz Schubert als Berufsberater: "Ich habe in der Kölner Philharmonie ein Konzert mit dem Bariton Matthias Goerne gehört. Er hat die 'Winterreise von Schubert gesungen. Ab dem dritten Lied habe ich nur noch 'geweint, weil ich so berührt war von dieser Musik. Für mich stand nach diesem Abend fest: Das wird mein Beruf, ich will auch Sängerin werde."

Denis Scheck - Mozart prägt das Männerbild: "Das Musikstück meines Lebens stammt von Mozart aus der 'Zauberflöte'." Als Scheck darüber nachdachte, was einen Mann eigentlich ausmache, nahm er sich die Verse des Librettisten Schikaneder für sein eigenes Männlichkeitsbild vor: "Sei standhaft, duldsam und verschwiegen."

Martin Zingsheim - befreit durch die Winterreise: "Für mich ganz persönlich in der Jugendzeit ein Befreiungsschlag - mitten im hormonellen Ausnahmezustand - die Erkenntnis: Auch die schlimmsten Gefühle können zu etwas Wunderschönem werden - zumindest wenn man Franz Schubert heißt."

Sharon Kam - Messiaen gibt Hoffnung: Im 'Quartett für das Ende der Zeit' von Olivier Messiaen gebe es einen "unendlich schönen letzten Satz, für die Geige. Er erlöst einen von seiner Wut über die Welt, über die Ungerechtigkeit. Er gibt einem das Gefühl, dass das Leben weitergeht."

Max Hornung - er hat sein Heilmittel immer dabei: Als Cellist habe Hornung sein "Heilmittel immer dabei", sodass er privat kaum Musik-Aufnahmen höre. Aber: "Wenn ich Musik brauche, ist eine Streichquartettaufnahme immer meine erste Wahl."

Marie Jacquot - traurig und glücklich durch Dvorak: "Als ich meine Oma verloren habe, hat der Chor, in dem sie Chorleiterin war, das 'Stabat Mater' von Dvořák gesungen, nämlich 'Ejat Mater'. Jedes Mal, wenn ich das Stück dirigiere, fühle ich mich traurigerweise und glücklicherweise immer meiner Oma verbunden."

Arthur und Lucas Jussen – Kontraste geben Kraft: Nach einer Aufführung von Karlheinz Stockhausens komplexem 'Mantra' seien beide etwas verloren gewesen, woraufhin Arthur Jussen im Auto den holländischen Schlager 'Uit m'n bol' von André Hazes eingeschaltet habe: "Dieser Kontrast ist wunderbar."

Anne Sofie von Otter - Bengan Janson schenkt gute Laune: "Ich habe Musik für jede Laune. Wenn man sich ein bisschen grau fühlt oder keine Energie hat, spiele ich sehr gerne ein Stück von Bengan Janson mit Akkordeon und Anders Jakobsson auf der Geige: 'I've found a new baby'."

Nils Mönkemeyer – gut durch den Tag dank Bach: "Die Fünfte Suite für Violoncello von Johann Sebastian Bach hat mir immer wieder geholfen, hat mir Trost gegeben, hat mit mir gejubelt hat, wenn ich glücklich war. Wenn ich das morgens spiele, dann kann der Tag nur gut werden."

Simon Oslender – positiv und entspannt wie nie: "Lyle Mays' 'Close to home' hilft mir immer wieder, wenn ich mal nervös bin und versuche, zur Ruhe zu kommen, z.B. vor einem wichtigen Auftritt. Wenn ich dieses Stück höre, bin ich für sechs Minuten in einer anderen Welt und komme danach sehr entspannt wieder zurück.

Martin Sasse - mit Kelly gegen Lampenfieber: "Ich hatte früher immer Lampenfieber. Geholfen hat mir da immer Musik und zwar das Stück 'This I dig of you', eine Komposition von Hank Mobley. Wenn Wynton Kelly zum Solo ansetzt, bin ich voller Lebensfreude und Energie."

Christan Gerhaher – Bach Choral als Lebensbegleiter: "Johann Sebastian Bachs Choralvorspiel 'Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ' hat mich mein ganzes Leben ästhetisch begleitet. Es ist eines der Stücke, die für mich immer gültig sein werden - in welcher Weise auch immer."

Pater Anselm Grün – Kantate schenkt Geborgenheit: "Ein besonderes Musikstück ist die Kantate an Maria Lichtmess: 'Ich habe genug'. Wenn ich da Fischer-Dieskau höre, merkt man, der glaubt an das, was er singt. Dann fühl ich mich getragen und geborgen."

Antoine Tamestit - mit Mozart durch die Gefühlswelten: "Mein Lieblingsmoment steht zwischen dem zweiten und dritten Satz von Wolfgang Amadeus Mozarts 'Sinfonia concertante'". Während der zweite Satz noch "dunkel und traurig" sei, fühle man sich am Anfang des dritten Satz "energisch und froh".