Jōhatsu in Japan – Wenn Menschen verdunsten
Jedes Jahr verschwinden in Japan Tausende Menschen spurlos. Bekannt als Jōhatsu, oder „die Verdunsteten“, geben sie ihr altes Leben auf. Um ihr Untertauchen perfekt zu organisieren, lassen sich einige von professionellen Dienstleistern unterstützen.
Von Andreas Hartmann
- Sendehinweis: Kulturfeature | 30. Mai 2026, 12.04 - 13.00 Uhr | WDR 3
- Sendehinweis: Kulturfeature (Wdh.) | 31. Mai 2026, 15.04 - 16.00 Uhr | WDR 3
Der 22jährige Kazuki kehrt eines Tages nicht mehr in sein Wohnheim zurück. Herr Sugimoto verlässt seine Frau und Kinder schweren Herzens, aus Angst vor Schuldeneintreibern. Und eine Frau mit Wahnvorstellungen will ihren Nachbarn entkommen, von denen sie sich verfolgt fühlt. Die verzweifelten Angehörigen können in Japan kaum auf die Hilfe der Polizei hoffen. Sie geben die Suche dennoch nicht auf. Andreas Hartmann hat Verschwundene und Zurückgelassene interviewt. Er erkundet, warum das professionell unterstützte "Verdunsten" eine gute Lösung sein kann in einer Kultur, in der Gesichtswahrung und Familienehre alles bedeutet.
Ausstrahlung am Samstag, den 30. Mai 2026 um 12.04 Uhr
Wiederholung am Sonntag, den 31. Mai 2026 um 15.04 Uhr
Von: Andreas Hartmann
Redaktion im WDR: Annette Blaschke
Produktion: DLF/SWR/ORF 2025
Sendung: WDR3, Kultufeature, 30.05.2026, 12.04 Uhr