Klassik Forum unterwegs mit Dorothee Oberlinger: in Benelux
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In dieser Konzert-Saison nimmt Blockflötistin Dorothee Oberlinger die WDR 3-Hörerinnen und Hörer im Klassik Forum immer wieder mit an die Orte, in denen sie spielt und die für ihr Musikleben wichtig sind. Dieses Mal geht es nach Holland und Belgien mit Ausgangspunkt in Amsterdam. Hier hat Dorothee Oberlinger in den 90ern selbst studiert.
Wichtige Impulsgeber für die Alte Musik-Szene und die historische Aufführungspraxis kommen aus den Niederlanden und Belgien. Zum Beispiel Frans Brüggen: Er hat in den 70ern und 80ern viel für das Revival der Blockflöte getan, bevor er als Dirigent des Orchestra of the 18th Century neue Klangmaßstäbe in historischer Aufführungspraxis setzte.
Weniger bekannt ist sein Ensemble „Sour Cream“. Im Blockflötentrio mit Kees Boeke und Walter van Hauwe erschloss das Ensemble neues Repertoire – und in lockerer Hippie-Anmutung auch neues Publikum. Bei Walter van Hauwe wiederum hat Dorothee Oberlinger studiert. Sie hat das quicklebendige, entdeckungsfreudige Alte Musik-Leben der Niederlande von Innen kennen gelernt.
Weitere wichtige Größen sind der Organist Gustav Leonhardt, die belgische Musikerfamilie Kuijken, der Countertenor und Dirigent René Jacobs oder Ton Koopman und sein und Amsterdam Baroque Orchestra.
Bei ihrem vielseitigen Ausflug in unsere beiden Nachbarländer teilt Dorothee Oberlinger auch Zeitgenössisches: Musik von Louis Andriessen und der griechisch-niederländischen Calliope Tsoupaki. Und sie erinnert an Leo Smit, der sich von der französischen Moderne inspirieren ließ, hinreißende Musik geschrieben hat, aber als Jude die deutsche Okkupation der Niederlande nicht überlebte. Ganz allmählich wird Leo Smit auch über die Niederlande hinaus wieder entdeckt.
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Die Musikstücke der Sendung
| Komponist:in | Titel/Länge | Interpret:in |
|---|---|---|
| Peter Shott | Aan de Amsterdamse Grachten (2'34'') | Amsterdam Loeki Stardust Quartet |
| Johann Sebastian Bach | 4 Goldberg- Kanons (1'50'') | Ensemble Sour Cream |
| Nicolas Gombert | Musae Jovis ter maximi. Motette auf den Tod von Josquin Desprez (7'35'') | Graindelavoix Leritung: Björn Schmelzer |
| Johann Sebastian Bach | Sonatina und Chorus aus: Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit, BWV 106 (4'49'') | Vox Luminis Leitung: Lionel Meunier |
| Jan Pieterszoon Sweelinck | Echo Fantasia a-Moll (4'22'') | Gustav Leonhardt, Orgel |
| Claude Debussy | Sonate F-Dur, L 137 (17'19'') | Barthold Kuijken, Flöte Sophie Hallynck, Harfe Sara Kuijken, Viola |
| Reinhard Keiser | Sinfonia aus: Der hochmütige, gestürzte und wieder erhobene Croesus (4'52'') | Akademie für Alte Musik Berlin Leitung: René Jacobs |
| Agostino Steffani | Se t'ecclissi aus: Orlando generoso (10'00'') | Helene Walther, Sopran Morton Grove Frandsen, Tenor Ensemble 1700 Leitung: Dorothee Oberlinger |
| Max Reger | O Tod, wie bitter bist du. Motette, op. 110 Nr. 3 (6'02'') | Huelgas Ensemble Leitung: Paul van Nevel |
| Calliope Tsoupaki | Triptychon (3'40'') | Arjan Woudenberg, Klarinette DoelenKwartett Rotterdam |
| Unico Wilhelm van Wassenaer Giovanni Battista Pergolesi | Concertino Nr. 6 Es-Dur (7'37'') | Amsterdam Baroque Orchestra Leitung: Ton Koopman |
| Antonio Vivaldi | Konzert F-Dur, op. 10,1, RV 433 (6'07'') | Dorothee Oberlinger, Altblockflöte Giorgio Fava, Violine Giovanni Dalla Vecchia, Violine Judit Földes, Viola Massimo Raccanelli, Violoncello Roberto Loreggian, Cembalo |
| Leo Smit | Sextett (14'09'') | Eleonore Pameijer, Flöte Esther Probst, Oboe Ivar Berix, Klarinette Noelle Probst, Fagott Jan Harshagen, Horn Frans van Ruth, Klavier |
| François-Joseph Gossec | Symphonie à 17 parties F-Dur, RH 64 (22'52'') | Les Siècles Leitung: François-Xavier Roth |
| Louis Andriessen | The Only One (2'28'') | Nora Fischer, Sopran Los Angeles Philharmornic Leitung: Esa-Pekka Salonen |
| César Franck | Sonate A-Dur, FWV 8 (28'09'') | Isabelle Faust, Violine Alexander Melnikov, Klavier |
| Johann Sebastian Bach | Air (2'53'') | Ekseption |
Moderation: Dorothee Oberlinger
Redaktion: Susanne Ockelmann