Worum geht es?
Bohm ist 35 Jahre alt, steht eigentlich mitten im Leben und doch ganz am Rand der Gesellschaft. Blohm ist seit ein paar Jahren obdachlos. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will.
Ihm gegenüber steht Alina, Journalistin bei einem Fernsehsender in Köln. Sie hat Angst vor der Zukunft, weil der Sender Stellen streicht und es sie treffen könnte. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben von Obdachlosen zu sein.
Alina trifft Bohm, aber Bohm hat kein Interesse darüber zu reden, was ihn aus dem Leben hat kippen lassen, warum er auf der Straße lebt. Er lässt sich auch nicht kaufen. Erst als ein kleiner Hund ins Spiel kommt, ändert sich alles.
Was sagt Kritikerin Christine Westermann?
Fast ein bisschen schade, dass man – hat man den Klappentext gelesen, schon weiß, dass es eine Liebesgeschichte wird. Die sehr zögerlich ihren Anfang nimmt, eine Menge Um- und Irrwege nimmt. Da wollen zwei vor ihren Gefühlen davonlaufen, aber sie kommen sich stattdessen immer näher.
Die Emotionen fahren Achterbahn, bis am Ende klar wird, wovor Blohm davongelaufen ist. Das ist ungemein spannend, hat ein bisschen was von einem modernen Märchen, man kann sich keineswegs sicher sein, dass es gut ausgeht. Nur hin und wieder fand ich es eine Idee zu rosarot erzählt.
WDR 2 Literaturkritikerin Christine Westermann
Christian Huber ist Bestsellerautor, sein Podcast "Gefühlte Fakten" zählt zu den beliebtesten Deutschlands. Und er ist ein sehr feiner Beobachter. Zeichnet sehr bewegend das Bild von Menschen, die in ihrer seelischen Not aus dem Leben gefallen sind.
Für wen ist das Buch?
Für alle, die Lust auf eine etwas andere Liebesgeschichte haben.
Das Buch auf einem Blick:
Christian Huber
Solange ein Streichholz brennt
352 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN: 978-3-423-28540-7
Preis: 23 Euro
Kategorie: Roman
Sendung: WDR 2 Die Sonntagsshow, 22.03.2026, ab 09.05 Uhr