Grafik: Frau hält eine Schere an ihre langen Haare

Deutsches Paar flieht aus Iran - mit Pegah Shahid-Wigger und Max Wigger

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Sie wollten die Hochzeit der Cousine in Iran feiern, dann ist plötzlich Krieg. Das Kölner Paar ist in Teheran als am 13.06. die ersten israelischen Bomben fallen, und hoffen, als deutsche Staatsbürger schnell evakuiert zu werden. Warum Pegah Shahid-Wigger und Max Wigger vom deutschen Krisenmanagement enttäuscht sind und wie sie am Ende über die türkische Grenze ausreisen konnten, erzählen sie in "Iran im Herzen".

Bevor Pegah und Max das erste Mal gemeinsam in Iran gereist sind, hatten sie keine Bedenken. Durch engen Kontakt zu Pegahs Familie haben sie das Gefühl gehabt, sich ein gutes Bild von der Lage machen zu können. Aufgeregt waren sie vor allem deswegen, weil Max die Familie ein Jahr nach der Hochzeit der beiden endlich kennenlernen sollte. Für ihn war es die erste Reise in das Land mit dem seine Frau so viel verbindet.

"Das war magisch. Für mich war es genial, ein super Aufenthalt, bis es zu den Angriffen kam.“ Max Wigger

Deutsches Paar flieht aus Iran - mit Pegah Shahid & Max Wigger

COSMO Iran im Herzen 04.07.2025 33:12 Min. Verfügbar bis 17.11.2846 COSMO Von Shanli Anwar


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Auch Pegah hat sich sicher gefühlt. Bis sie in der Nacht des 13. Juni in ihrem Bett in Teheran aufgewacht ist, weil sie Bomben gehört hat. Bis heute kann sie sich nicht erklären, wie sie dieses Geräusch so schnell als das erkennen konnte, was es war: ein Angriff ((einen Angriff?)). Denn Pegah hat in ihrem Leben zuvor nie Geräusche von Bomben hören müssen.

Die nächsten Tage haben sich rasant entwickelt. Das Paar hat sich in die Krisen-Vorsorge-Liste ELEFAND des deutschen Auswärtigen Amtes eingetragen, per Telefon Infos erfragt und dann ist, das Paar schnellstmöglich aus Teheran herausgefahren. Was muss getan werden? Wo gibt es Hilfe? Vor Ort mussten viele Fragen geklärt werden. "Es gab keine weitere Hilfe", sagt Max über ihren Kontakt mit dem Auswärtigen Amt. Lediglich eine Update-Mail habe er regelmäßig bekommen. Ohne viel zu wissen, sind sie auf Hinweis eines Bekannten an die Grenze zur Türkei gefahren. Auf dem Weg sind ihnen mehrere Kontrollen begegnet, die sie zum Glück problemlos passieren konnten. 

"Ich war in Anführungsstrichen so naiv, dass ich wirklich daran geglaubt habe, wir werden hier früher oder später rausgeholt, wenn es hart auf hart kommt." Pegah Shahid-Wigger

Jetzt bleibe das enttäuschte Gefühl, dass man sich nicht darauf verlassen könne. Pegah Shahid-Wigger und Max Wigger wollen trotz allem wieder nach Iran reisen. "Ich kann es mir gar nicht anders vorstellen“, sagt Pegah. Die Frage, wann sie ihre Verwandten das nächste Mal sieht, treibt ihr aktuell aber auch die Tränen in die Augen.

Das deutsche Ehepaar Pegah Shahid-Wigger und Max Wigger lebt in Köln und hat vor etwa einem Jahr geheiratet. Pegah hat Familie in Iran.