Im Musikvideo schleicht Bad Bunny sich als alter Mann in ein Salsa-Studio und wird beim Lernen der Tanzschritte wieder zum jungen Kerl. Ein zweiter Frühling, ausgelöst durch Latin-Rhythmen. Der Clip trifft mitten ins Herz und der Reggaeton-Superstar hat damit tatsächlich einen riesen Ansturm auf Salsa-Tanzkurse ausgelöst. Ein Salsa-Lehrer aus Brooklyn erzählt im Interview mit dem US-Sender NBC, dass seine Kurse seither fast doppelt so gut besucht sind.
Bad Bunnys Plan ist aufgegangen: Er wollte das Scheinwerferlicht auf die Latin-Kultur richten, der Welt zeigen, wie viel Talent, Groove und Exzellenz darinsteckt. Das sei ihm mehr wert als jeder Award, hat er in einem Interview gesagt. Auf seinem aktuellen Album zollt Bad Bunny einigen Salsa-Legenden Tribut. Big Names wie Hector Lavoe, Tito Puente oder Willie Colón. Letzterer hat Bad Bunnys Album in einem Social-Media-Post gelobt. Der ikonische Salsa-Musiker sagt, es sei ein respektvolles Tribut an die Salsa, das dem Genre neue Impulse geben würde und es für neue Generationen relevant machen würde.
Auch hierzulande erlebt Salsa einen Boom, erzählt Catalina Valencia vom Kölner Kollektiv Frente Salsero.
"Ich sehe als DJ von Salsa-Partys, wie unsere Community groß wird! Wie sie sich empowert, wie laut und leidenschaftlich auf der Tanzfläche gesungen und getanzt wird! Und es tut richtig gut, zu sehen, dass es einen Platz für unsere Kultur und unseren Ausdruck gibt!" Catalina Valencia
Die Gemeinschaft ist gewachsen, freut sich Catalina, denn genau darum geht es unter anderem in der Salsa-Kultur. "Diese Musik verkörpert viele Symbole von Widerstand, von Schmerz, von Migration … Und gleichzeitig auch viel Freude, viel Gemeinschaft, Heimat, Community!“ Und genau diese Latin-Community weiß die neue globale Aufmerksamkeit, die Bad Bunny ihrer Kultur verschafft hat, zu schätzen – egal ob Reggaeton-Fan oder nicht!