Tyler, the Creator – Darling, I
Eigentlich ist Tyler, The Creator mit seinem neuen Album "Don't Tap The Glass", das vor wenigen Wochen ganz überraschend erschienen ist, in einem ganz anderen Modus. Trotzdem kehrt der L.A. Native jetzt noch einmal zu seinem vorherigen Langspieler zurück: Mit "Chromakopia" hatte Tyler ein klassisches Storytelling-Album veröffentlicht, auf dem es um Scheitern, Wachstum, aber auch die große Liebe geht. "Darling, I" ist einer der Tracks, der eben Letzteres behandelt. Allerdings ohne Happy End, wie jetzt der neue Clip zeigt. In dem hat Tyler nämlich zahlreiche Beziehungen zu berühmten Frauen – darunter die Schauspielerinnen Nia Long und Ayo Edebiri, Willow Smith oder Lauren London. Die Beziehungen sind aber alle zum Scheitern verurteilt, denn Tyler setzt sie letztlich alle in den Bus in Richtung "Forever".
Mahalia feat. Tanya Stephens – Pity
R'n'B meets Reggae-Vibes – das ist das Konzept, das Mahalia auf ihrem neuen Projekt "Luvergirl" fährt. Dementsprechend hat sich die Britin für die EP auch so manchen Act aus Jamaika gesichert – zum Beispiel Lila Iké, Bayka oder Masicka, die Mahalia bei einem Trip auf die Insel kennengelernt hat. So richtig iconic wird es aber in dem Moment, in dem Tanya Stephens am Start ist. Auf der EP ist nämlich ein Rework ihres Klassikers "It's a Pity" zu hören – Mahalia hat daraus nur "Pity" gemacht und zerlegt auf dem Riddim von 2004 die Wohnung und Liebe ihres Ex-Freundes. Noch mehr Karibik-Vibes gibt es auf "Luvergirl", wenn Mahalia ihre jamaikanischen Roots mit persönlichen Geschichten feiert und zum Beispiel erzählt, wie ihre Großmutter von dort nach UK kam.
Frenna feat. Shallipopi – ZaaZaa
In den Niederlanden gehört Frenna schon längst zu den erfolgreichsten Rappern des Landes. Sein Geheimrezept? HipHop, R'n'B und natürlich Afrobeats, die kein Tanzbein stillstehen lassen. Das hat auch schon so einige Größe aus dem internationalen Musikbiz auf den Plan gerufen. Zum Beispiel hat Frenna mit Burna Boy, Olamide und Rauw Alejandro zusammengearbeitet. Der Rapper aus Den Haag weiß einfach, wie man gute Vibes kreiert – das zeigt auch der neue Song "ZaaZaa", der eine Referenz bzw. Hommage auf den gleichnamigen 2001er-Song von Kokoveli aus Ghana ist. Im dazugehörigen Clip würdigt Frenna seine westafrikanischen Roots und feiert mit Featuregast Shallipopi aus Nigeria gleichzeitig ein riesiges Dance-Fest.
Feid – Se Lo Juro Mor
Wie kann man besser sein 33. Geburtstag feiern als einen neuen Song rauszuhauen? So startet zumindest Feid ins neue Lebensjahr, wenn auch mit ein bisschen Herzschmerz im Gepäck. Auf "Se Lo Juro Mor" besingt der Kolumbianer nämlich das Ende einer großen Liebe, blickt aber gleichzeitig zuversichtlich in die Zukunft. Denn irgendwann werden die Narben heilen – auch wenn das bedeutet, dass man dafür auch ein paar gute Erinnerungen loslassen muss. Natürlich setzt Feid auch mit seinem Geburtstagsgeschenk an die Fans auf eindringliche Reggaeton-Beats. Dazu gibt es einen Clip, der in Kyoto und Tokio entstanden ist und zwischen mystischen und minimalistisch-modernen Vibes schwankt.
Snow Tha Product – Sabado
Samstag bei Snow Tha Product: Die Familie und Freunde kommen zusammen, es wird gemeinsam getrunken, gefeiert, gegrillt und eine gute Zeit gehabt. So ganz harmonisch geht es im Fall von "Sabado" aber dann doch nicht zu. Denn mit dem Track prangert die Sängerin aus San Jose in Kalifornien die Latinx Menschen an, die Trump gewählt haben. Genauer gesagt: Dieses eine schwarze Schaf in der Familie, das die Familienfeier zum großen Streit werden lässt. "Wir sind sauer, wir haben viele Emotionen – und eine davon, ist auch, Humor zu finden, bei allem, was gerade passiert", sagt Snow selbst über den Track. "Latinos finden immer einen Weg, Spaß über ihr Trauma zu machen."