Live hören
Jetzt läuft: It's a pity von Tanya Stephens
J Hus feat. Asake – Gold

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand:

J Hus und Asake setzen auf maximale Energy, Lila Iké zollt der weiblichen Dancehall-Szene Tribut und Sevdaliza feiert ein Ritual für alle Außenseiter:innen und Unterdrückten – das sind unsere fünf Songs der Woche!

J Hus feat. Asake – Gold

Gerade hat J Hus das Jubiläum seines 2020er-Albums "The Big Conspiracy" mit Orchester in der Royal Albert Hall in London gefeiert. Jetzt ist der UK-Rapper mit neuer Musik zurück und hat sich fürs kleine Comeback tatkräftige Unterstützung aus Nigeria gesichert. Denn kein Geringerer als Asake ist am Start, der die Afrobeats-Szene gerade fest im Griff hat. Auf "Gold" geben die beiden das Maximum an Energy frei und lassen die besten Soundeinflüsse ihrer Genres hochleben. Der Track zielt mit seinem UK-Garage, Amapiano und Afro-House geradewegs auf den Dancefloor ab und transportiert gleichzeitig was Düsteres. Das kommt auch im dazugehörigen Video mit Schwarz-Weiß-Ästhetik durch, wenn J Hus und Asake mit der Gang oder unter einem Helikopter representen.  

Lila Iké feat. Masicka – Romantic

In ihrer Heimat Jamaika gilt Lila Iké gerade als eine der spannendsten Newcomerinnen. Jetzt hat die Sängerin auch ihr Debütalbum angekündigt: "Treasure Self Love" soll am 22. August erscheinen. Und wie die neue Single "Romantic" zeigt, wird das auch einige nostalgische Referenzen beinhalten. Denn in dem Track mit Masicka sampelt Lila "Romantic Call" von Dancehall-Koryphäe Patra aus den Neunzigern. Für sie ein Full Circle Moment, denn für Lila ist die Single ihre Art und Weise dem Dancehall Tribut zu zollen, aber vor allem den Frauen der Szene wie Patra, die den Weg bereitet haben, in dem sie mutig, sinnlich und kompromisslos waren.   

Sevdaliza – Messiah

Mit ihrer neuen Single "Messiah" hat Sevdaliza ein neues Epos veröffentlicht, das als Hymne für alle Frauen, queeren Seelen und wunderschönen Außenseiter gedacht ist, die ihren Hunger und ihr Licht verstecken mussten – so beschreibt die niederländische Sängerin mit Roots in Iran es selbst. "Ich mache diese Scham zu Gospel: Der Körper wird zum Tempel, Vergnügen wird zur Prophezeiung und Liebe wird zur wahren Religion." Dass bei "Messiah" nicht nur die Idee groß gedacht ist, sondern auch Klang und Visuelles, zeigt das dazugehörige Video des Reggaeton- und Trance-Tracks. Sevdaliza badet darin in einem kreuzförmigen Becken, speist beim letzten Abendmahl und lässt den Geist durch ihre Kunst sprechen.

Burna Boy – Don't Let Me Drown

Gerade ist der neue Film "F1" mit Brad Pitt in der Hauptrolle in aller Munde. Ein groß angelegter Film über die Formel 1, der mit riesigem Budget einen amtlichen Soundtrack vorlegen kann. Ein Vertreter darauf ist Burna Boy, der neben Mr. Eazi und Obongjayar die Sparte Afrobeats abdeckt. "Don't Let Me Drown" ist mit dramatischen Synth- und Pop-Anleihen eine eher entspannte Nummer geworden, die Hoffnung spendet. Dazu erklingen Amapiano- und Afrobeats-Tunes, während sich die Autos um Burna Boy herum auf Hochtouren im Kreis drehen. Übrigens geht es für Burna Boy direkt iconic weiter, denn gerade hat der Nigerianer für sein kommendes Album "No Sign Of Weakness" ein Feature mit Rolling Stone Mick Jagger angekündigt.     

Jane Handcock & Anderson .Paak – Stare At Me

Mit ihren Sounds hat Jane Handcock es sich in den Bereichen Soul, R'n'B und Reggae gemütlich gemacht. Die Sängerin aus Oakland, die bei der legendären Westcoast-Rap-Schmiede Death Row gesignet ist, hat vor Kurzem das neue Album "It's Me, Not You" angekündigt und gibt jetzt einen weiteren Einblick in die Platte. Unterstützung gibt es diesmal von Anderson .Paak, der für einen ordentlichen Groove vorbeikommt. "Stare At Me" ist mit jazzy und souligen Chords ein gutes Stück Westcoast Swing geworden, der wie gemacht ist für Autofahrten mit offenem Verdeck bei Sonnenuntergang – also quasi zeitgenössischer Soul mit kalifornischer Sonne.