Madonna veröffentlicht Musik-Film "Confessions II"

Global Pop News 16.06.2026 Neues Musikvideo: Madonna & Sabrina Carpenter

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Nach Song nun auch Videokonzept von Madonna und Sabrina Carpenter | Spenden von Global Pop-Stars für Pride Month-Auktion | Berlin: Weiter Streit um RAW-Gelände

Von Kai Brands & Lukasz Tomaszewski

Berlin: Weiter Streit um RAW-Gelände

Global Pop News 16.06.2026 02:58 Min. Verfügbar bis 15.06.2028 COSMO

Laut Medienberichten sollen mehrere Clubs wie das Cassiopeia bis Ende des Monats ausziehen und die Flächen räumen. Hinter den Kulissen eskaliert der Streit mit den Eigentümern.


Nächster Teaser aufs Comeback-Album von Madonna

Der gemeinsame Auftritt Mitte April ging viral, als Pop-Ikone Madonna zu ihrer Popstar-Kollegin Sabrina Carpenter auf die Bühne beim berühmten Coachella Valley Music and Arts Festival kam und die beiden gemeinsam performten. Kurze Zeit später veröffentlichten sie ihren Song "Bring Your Love". Jetzt hat der Track auch offizielle Visuals als Teil eines ganzen Videokonzepts rund um Madonnas kommendes Album "Confessions II" (oder: "Confessions on a Dance Floor: Part II" - Nachfolger des 2005 erschienenen Albums "Confessions on a Dance Floor").

Letzte Woche veröffentlichte Madonna einen Hochglanz-Kurzfilm in Kinoqualität. Er war quasi ein zwölfminütiges Musikvideo. Darin hat sie einige der ersten Songs des neuen Albums häppchenweise präsentiert, unter anderem "Bring Your Love".

Dessen neue Visuals haben die gleiche Ästhetik wie der Kurzfilm. Madonna und Sabrina Carpenter sind in einem großen Clubszenario mit Stroboskop-Effekten und schnellen Schnitten zu sehen. Es wird getanzt, außerdem werden Haut und Schweißperlen auf nackten Oberkörpern gezeigt. Es geht um die Kraft der Tanzfläche und der gemeinsame Dance-Song ist genau dafür gemacht.

Eine kleine Überraschung gibt es gegen Ende des Videos: Dort sehen wir die US-Schauspielerin Julia Garner im Madonna-Look. Garner wurde ausgewählt, Madonna in einer Biopic-Serie zu spielen. Die Arbeit daran hat sich jedoch immer wieder verzögert.

Madonnas letztes Studioalbum erschien 2019 - das neue Album soll am 3. Juli veröffentlicht werden.

Spenden von Global Pop-Stars für Pride Month-Auktion

Mehrere Global-Pop-Stars haben für eine Pride-Month-Online-Versteigerung zugunsten der queeren US-Organisation GLAAD laut Medienberichten Spenden abgegeben. Die schwedische Pop-Sängerin Zara Larsson beispielsweise hat demnach einen Schuhabsatz gespendet, der bei einer Performance im US-Fernsehen abgebrochen ist, was für Fans und Sammler:innen mit Popkultur-Fokus besonders interessant sein könnte.

Spenden kommen auch von queeren Global-Pop-Artists wie Sam Smith oder Pabllo Vittar aus Brasilien. Pabllo Vittar hat zum Beispiel ein Meet & Greet bei einer ihrer Shows in den USA zur Verfügung gestellt. Auch US-Rapper Snoop Dogg hat sich beteiligt. Zu ersteigern gibt es auch von ihm unterschriebene Schallplatten, ein signiertes Kochbuch oder eine Kette seines Labels Death Row Records.

Für die Stars ist das aus materieller Sicht nicht der Rede wert, das Zeichen dahinter soll aber offenbar im Fokus stehen - vor allem bei Snoop Dogg. Letztes Jahr gab es ordentlich Kritik an Snoop Dogg. In einem Podcast hat er erzählt, dass er mit seinem Enkel den Animationsfilm "Lightyear" gesehen hatte. Als darin ein lesbisches Elternpaar gezeigt wurde, sei er wegen der Fragen seines Enkels überfordert gewesen.

In seinen Aussagen meinte er auch, Kinder seien zu jung, um queere Lebensentwürfe zu sehen. Queerness wird durch solche Aussagen als "nicht normal" dargestellt. Es folgte ein Shitstorm und Snoop Dogg versuchte, sich zu entschuldigen. Er habe seinen Fehler eingesehen und sei nicht perfekt, sagte er kurz darauf.

Später veröffentlichte er ein Kinderlied mit dem Titel "Love Is Love" und arbeitete in diesem Zusammenhang auch mit der queeren Organisation GLAAD zusammen, die sich gegen Diskriminierung sowie für Akzeptanz, Inklusion und eine faire und korrekte Darstellung queerer Menschen in Massenmedien einsetzt.

Die Organisation hat laut Medienberichten nun erneut die Online-Auktion im Pride Month initiiert. Die Versteigerung soll heute Abend um 21 Uhr starten.

Berlin: Streit um RAW-Gelände offenbar eskaliert

Das RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain ist das Zuhause einiger Clubs, Ateliers, einer Skatehalle und diverser Projekte. Dieser Ausgeh-, Kunst- und Kultur-Hotspot ist eine Institution in Berlins Kreativszene und schon länger bedroht. Die Eigentümergruppe des Geländes, die Kurth-Gruppe, möchte dort bauen.

Der Streit scheint aktuell eskaliert zu sein beziehungsweise die Verhandlungen scheinen gescheitert zu sein. Mehrere Locations auf dem Gelände sollen bis Ende des Monats, also in rund zwei Wochen, ihre Räumlichkeiten freimachen und das Gelände verlassen. Eine entsprechende Mitteilung haben sie vom Geländeeigentümer erhalten. Das betrifft demnach zum Beispiel den Berliner Club Cassiopeia. Das hat dessen Geschäftsführer Florian Falkenhagen bei rbb24 gesagt.

"Ich glaube, Ende April ist man noch aus Gesprächen rausgegangen, wo man gesagt hat: 'Mensch, man hat hier einen gangbaren Weg gemacht.' Man sei aufeinander zugegangen und es habe ein Funken Hoffnung geherrscht, dass man das irgendwie über die nächsten Jahre über die Ziellinie bekäme. Und keine zwei Monate später sollen wir den Club auflösen." Florian Falkenhagen vom Club Cassiopeia

Dem Cassiopeia droht das Aus und das hätte wohl auch Folgen für andere Einrichtungen, die vom Club mitfinanziert werden. Anderen Projekten vor Ort sollen wiederum Vertragsverlängerungen angeboten worden sein. Hintergrund für die geforderten Räumungen sollen laut Eigentümergruppe nicht gezahlte Mieten und eine andere Flächennutzung als vereinbart gewesen sein, heißt es im rbb-Bericht.

Laut Berliner Senat und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg soll der Eigentümer, eine Immobilien-Unternehmensgruppe, die Verhandlungen abgebrochen haben. Diese wiederum sagt laut Tagesspiegel, ein Treffen sei seitens des Bezirks abgesagt worden. Ein zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen ist laut Medienberichten, wie lange Clubs und andere Einrichtungen grundsätzlich garantiert auf dem Gelände bleiben könnten. Von Senats- und Bezirksseite sollten das 30 Jahre sein. Dafür dürften dann auf einem Teil des Geländes Wohnungen gebaut werden.

Der Eigentümer sagt, auf die eigenen Belange sei nicht eingegangen worden und es habe stattdessen zusätzliche Forderungen gegeben. In den aktuellen Berichten zum Gelände ist grundsätzlich auch herauszuhören, dass angeblich alle Seiten gesprächsbereit wären. Die Lage scheint jedenfalls immer ernster zu werden.

Jazz-Pianist Abdullah Ibrahim verstorben

Der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim ist gestern im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit im engen Familienkreis verstorben.

Er war seit den 50er Jahren einer der ersten Jazzmusiker in Südafrika und lebte zunächst in Kapstadt, dann in der Schweiz, in New York und zuletzt in Bayern. In dieser Zeit hat er über 70 Alben aufgenommen. Abdullah Ibrahim hat die unterschiedlichen Orte seiner Biografie in seiner Musik hörbar gemacht. Am deutlichsten seine südafrikanische Heimat, wo er als Adolph Johannes Brand geboren wurde.

Der Pianist vermischte modernen Jazz mit verschiedenen traditionellen oder popkulturellen afrikanischen Spielarten. Das wurde später Cape Jazz genannt. Diese Musik war im rassistischen Apartheid-Staat Südafrika sehr politisch.

Einen seiner bekanntesten Songs nannte er "Mannenberg". Das war eine Art Ghetto, in das Schwarze von den weißen Machthabern zwangsumgesiedelt wurden. In diesem Song vermischte er den folkloristischen Mbaqanga-Stil mit einem Soul-Jazz-Groove voller Improvisationen. Damit drückte das Stück Heimatverbundenheit und Freiheit aus. Der Song wurde zu Nelson Mandela ins Gefängnis geschmuggelt und motivierte ANC-Aktivisten zum Durchhalten.

Abdullah Ibrahim wurde auch selbst zum Aktivisten und veranstaltete ein Musikfestival, das sich über die Rassentrennung hinwegsetzte. Songtitel wie "Soweto" oder Albumtitel wie "Cape Town Flower" brachten den Kampf gegen die Apartheid einem großen internationalen Jazzpublikum nahe. Als Mandela dann 1994 der erste schwarze Präsident wurde, spielte Abdullah Ibrahim den Song "Mannenberg" bei dessen Vereidigung.

Ab 1962 lebte er für drei Jahre in Zürich, wo er den Swing-König Duke Ellington kennenlernte. Kurze Zeit später ging er nach New York und spielte dort mit den wichtigsten Musikern der Epoche: John Coltrane, Ornette Coleman und Don Cherry. Es war die Zeit, in der im Jazz eine Art Suche nach den afrikanischen Wurzeln im Fokus stand.

Ibrahim selbst konvertierte 1968 zum Islam und nahm den Namen Abdullah Ibrahim an. Als Pianist trat er jedoch weiterhin auch unter dem Namen "Dollar Brand" auf. Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte er am Chiemsee in Bayern. Er war jahrzehntelang ein musikalischer und kultureller Botschafter und natürlich eine Inspirationsquelle für nachfolgende Generationen.