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Impressionen vom COSMO Festival 2026 im Dortmunder JunkYard

Global Pop News 15.06.2026 Viel Liebe beim COSMO Festival 2026

Stand:

Viel Liebe beim COSMO Festival 2026 | Ariana Grande gründet neue Stiftung | Oliver Tree bei Helikopter-Kollision ums Leben gekommen | Berliner Forscher digitalisieren Clubs für die Nachwelt

Von Kai Brands

Berliner Forscher digitalisieren Clubs für die Nachwelt

Global Pop News 15.06.2026 03:14 Min. Verfügbar bis 14.06.2028 COSMO

Seit 2023 ist die Berliner Clubszene "Weltkulturerbe". Trotzdem müssen jedes Jahr Clubs dichtmachen: wegen Stress mit den Grundstückseigentümern, aufgrund von Lärmschutzauflagen oder weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können. Das sogenannte "Clubsterben" ist ein großes Thema. Jetzt haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengetan, um diese Clubs zumindest digital für die Nachwelt zu bewahren.


Viel Liebe beim COSMO Festival 2026

Auf dem Ex-Schrottplatz und der heute angesagten Konzert- und Party-Location JunkYard in Dortmund haben am Samstag (13.06.) wieder ca. 1.300 Menschen über den Tag verteilt beim ausverkauften COSMO Festival gelebte Vielfalt gefeiert. Auf der Bühne standen unter anderem die vielseitige Pop-Musikerin Myra aus Frankreich, die unter anderem mit ihren Songs Richtung Bossa Nova bekannt wurde.

Vor ihr hat der Afrobeats-Newcomer Omar Jatta aus Köln auf der großen Open Air-Bühne das Publikum warmgemacht und zum Tanzen gebracht. Auf der Indoor-Stage hat die UK-Rapperin und Dancehall-Größe Lady Lykez das Publikum umgehauen. Mit milden Temperaturen und keinem Regen herrschten insgesamt sehr gute Festivalbedingungen. Bis spät in die Nacht wurde gesungen, getanzt und gefeiert

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Auch die Stimmung bei den DJ-Performances im Club oder in dem alten, ausrangierten Schulbus war on point. Das Dortmunder Afro-Tech/Amapiano/Gqom-Kollektiv Barulho World hat beim COSMO Festival in dem ikonischen Bus traditionell ein Heimspiel.

Und diesmal gab es da auch ein überraschendes Gastspiel. Headlinerin und Kuduro-Star Pongo aus Lissabon hat spontan vorbeigeschaut und performt. Ihr Auftritt davor auf der großen Bühne war schon auch eins der Festival-Highlights. Ihre besondere Power hat sich auf mehreren Ebenen aufs Publikum übertragen. Pongo war zwischenzeitlich in der Crowd, hat später viele später auf die Bühne geholt. Alle sind gemeinsame abgegangen.

Das Publikum selbst war ein weiteres Highlight - super entspannt, vielfältig und voll mit Liebe. Grundsätzlich gab es jede Menge Liebe für diversen Global Pop, aber auch für COSMO.

Impressionen vom COSMO Festival 2026 im Dortmunder JunkYard

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Ariana Grande gründet neue Stiftung – Support vor allem für queere Community

US-Popstar Ariana Grande hat eine neue Stiftung gegründet, die verschiedene Menschen supporten soll. "The brighter days ahead foundation" richtet sich vor allem an Menschen beziehungsweise Organisationen aus der queeren Community.

Laut eigenen Angaben ist das Ziel: "Unterstützung, Schutz und Ressourcen zur Verfügung stellen für schutzbedürftige Freund:innen, die sie brauchen". Das hat Ariana Grande in einem Statement geschrieben, als sie die Gründung Stiftung vor kurzem bekanntgegeben hat.

Organisationen, die sich eben für diese Schutzbedürftigen einsetzen, sollen dadurch supportet werden. Das hätte Ariana Grande schon selbst über mehrere Jahre gemacht, schreibt sie - jetzt soll das über diese Stiftung passieren.

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Vor allem sollen Organisationen gestärkt werden, die sich beispielsweis um die Rechte von queeren Menschen kümmern, die finanziellen Support bieten oder grundsätzlich Menschen beraten. Klarer Fokus der Stiftung: die LGBTQIA+-Community und besonders trans* Menschen. Unter anderem sie sind von der Anti-Vielfalts-Politik der US-Regierung von Donald Trump besonders hart betroffen.

Unterstützt werden aber auch Einrichtungen mit Mental Health-Hilfsangeboten oder Organisationen, die jungen Menschen bei Abtreibungen zur Seite stehen oder die Menschen helfen, denen eine Abschiebung droht. Insgesamt gibt es vier verschiedene Fonds, mit denen diese Organisationen finanziell unterstützt werden und durch Ariana Grande und ihre Reichweite gehighlightet werden. Grundsätzlich gilt Ariana Grande seit vielen Jahren als Ally, als solidarische Unterstützerin der queeren Community.

Oliver Tree bei Helikopter-Kollision ums Leben gekommen

Der US-Musiker Oliver Tree ist gestern während eines Helikopterflugs tragisch ums Leben gekommen. Laut Polizeiangaben war er an Bord eines Helikopters in Rio de Janeiro, der demnach mit einer anderen Maschine in der Luft kollidiert ist. Laut offiziellen Angaben sind alle insgesamt sechs Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die genaue Unfallursache ist noch nicht klar und soll ermittelt werden. Oliver Tree war zuletzt in Brasilien auf Tour - als Teil seiner ersten Welttournee. Im September wäre er damit in Deutschland gewesen.

Unter älteren Social-Media-Posts von ihm finden sich aktuell viele Beileidsbekundungen. Die Menschen zeigen sich geschockt von seinem viel zu frühen Tod im Alter von nur 32 Jahren, zum Beispiel DJ und Producer Diplo. Bei Instagram schreibt er: "Es fühlt sich nicht echt an. Ein Teil von mir denkt immer noch, dass ich ihn in ein paar Wochen sehen werde, so wie immer." Unter anderem seine Kreativität und sein Humor haben Oliver Tree ausgezeichnet, schreibt er - seinen Freund, der ihn weiterhin inspiriert.

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Rapper T-Pain hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Er teilt gemeinsame Videos aus einer Podcast-Folge und schreibt dazu unter anderem: "Danke, dass du deine Kunst geteilt hast und dafür, dass du immer auf die beste Art anders gewesen bist!"

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Auch Kid Cudi trauert um ihn und sendet in einem Post via X allen Familien, die wichtige Menschen verlieren, Kraft und Liebe.

Oliver Tree und seine Kunst haben viele Menschen erreicht. Seine Musik verband Indie und Alternative mit EDM und Rap. Seine Songs wurden mehrere Hundert Millionen Mal gestreamt. Der Remix seines Songs "Jerk" von seinem Debütalbum "Ugly Is Beautiful" aus dem Jahr 2020 ist wohl sein bekanntester Hit: die EDM-Version mit hochgepitchten Vocals und dem Titel "Miss You" von DJ und Produzent Robin Schulz aus dem Jahr 2022.

Oliver Tree war auch bekannt für seine bunten und markanten Looks mit akkuratem Topfschnitt oder zuletzt mit schmalem Oberlippenbart und Vokuhila-Frisur. Viele feierten ihn außerdem für seine humorvolle Art und seine Comedy-Clips in den sozialen Medien.

Berliner Forscher digitalisieren Clubs für die Nachwelt

Seit 2023 ist die Berliner Clubszene "Weltkulturerbe". Trotzdem müssen jedes Jahr Clubs dichtmachen: wegen Stress mit den Grundstückseigentümern, aufgrund von Lärmschutzauflagen oder weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können. Das sogenannte "Clubsterben" ist ein großes Thema. Jetzt haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengetan, um diese Clubs zumindest digital für die Nachwelt zu bewahren.

Es geht um das sogenannte "Technoarchiv". Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität und der Universität der Künste in Berlin. Forschende digitalisieren gerade die Clubs, die von der Schließung bedroht sind - optisch und akustisch. Die Idee hatten Steffen Lepa von der TU und seine Kollegin Anita Jóri von der UdK. Beide waren in den 90ern Clubgänger.

"Und wir haben irgendwann gedacht: Na ja, warum beschäftigen wir uns eigentlich immer mit Kulturerbe nur in der weiten Vergangenheit, wie zum Beispiel an unserem Lehrstuhl in Bezug auf Beethovens Konzertsäle in Wien? Und dann hab ich zu meinem Chef gesagt: Lass uns doch auch mal 'nen Teil des Kulturerbes Berlins erforschen." Steffen Lepa von der TU

Das passiert, indem sie mit ihren Studis das komplette Gelände - innen und außen - mit modernen Digitalkameras abscannen. So kann die Nachwelt diese Clubs auch nach der Schließung mit VR-Brillen begehen.

Dazu legen die Studierenden Musik über die Clubanlage auf und nehmen diese auf. Das ist natürlich ein ganz anderes Hörerlebnis als auf der Stereoanlage zu Hause. Außerdem werden Interviews mit den Clubbetreibern und den Clubgängern aufgenommen, editiert und hochgeladen.

"Die Nutzerin oder der Nutzer kann sich eine VR-Brille mit Kopfhörern aufsetzen und wirklich durch den Club gehen, verschiedene Dancefloors erkunden und dabei gleichzeitig etwas lernen, nämlich über die Geschichte der Techno-Musik und speziell den Sound, der in diesem Club gespielt wurde. Das heißt, man kann sich verschiedene Techno-Tracks aus den vergangenen Jahren auflegen und anhören und hören, wie das jeweils geklungen hat und wie das zusammen mit der räumlichen Atmosphäre des Clubs auf die Partygängerinnen und Partygänger gewirkt hat." Steffen Lepa von der TU

Aktuell haben die Forschenden den Berliner Club "Johnny Knüppel" digitalisiert. Auf der Liste stehen auch Clubs wie das "E-Werk" und der "Bunker", die schon dichtgemacht haben.

In einiger Zeit können wir uns dann auf eine digitale Erkundungstour durch die Berliner Clubwelt machen. Von zu Hause aus, aber auch auf Ausstellungen.