K-Pop-Lieblinge gewinnen die wichtigste Auszeichnung
In Las Vegas haben heute Nacht die American Music Awards stattgefunden. Queen Latifah hat die 52. Ausgabe der Show gehostet. Gewinner des Abends: BTS. Die koreanischen Superstars haben den Abend mit Musik von ihrem neuen Album eröffnet. Die Boybandmitglieder sind nämlich sowieso gerade in Las Vegas, am Wochenende war dort der Auftakt ihrer großen Residency im Allegiant Stadium. Dabei haben sie für die AMAs das Musik-Video zu ihrem Song "Hooligans" nachgestellt. In die Arena geleitet wurden sie von Tänzern mit Sturmmasken und leuchtend roten Bengalos!
Und dann haben BTS auch noch bei den Awards abgeräumt. Die K-Pop-Lieblinge haben die wichtigste Auszeichnung des Abends gewonnen: Artist of the Year. Außerdem ist ihre Single "Swim" der Sommerhit des Jahres geworden. Dafür gab es tosenden Applaus von den Künstlerkollegen, BTS bedanken sich aber erstmal bei ihren Fans. Dank geht raus an alle ARMYS weltweit, also alle internationalen Fangemeinden von BTS, die ja mittlerweile mindestens genauso berühmt sind, wie die Boyband selbst. Man könnte sie als die treusten und politisch hartnäckigsten Fans der Welt bezeichnen.
Ebenfalls brilliert bei den American Music Awards 2026 hat "Golden", der Hit aus dem Anime-Film "K-Pop Demon Hunters". Für ihn gab es die Trophäe des Songs des Jahres, insgesamt hat "Golden" drei Auszeichnungen gewonnen. Ein richtiger Run für koreanische Popmusik bei den AMAs, aber auch für Latin Sounds sah es ziemlich gut aus: Bad Bunny ist der beste männliche Latin Artist, Karol G hat mit "Tropicoqueta" das Beste Latin Album, Tour des Jahres ging an Shakira mit ihrer "Las Mujeres Ya No Lloran World" Tournee. Die AMAs sind die weltweit größte Preisverleihung, bei der die Fans den Ton angeben. Für die Abstimmung werden Daten von Billboard und Luminate ausgewertet - also Streamingzahlen, Verkäufe, Radio-Airplay und Tour-Einnahmen.
Neue Studie zeigt: Musikfans schätzen Authentizität
Die großen Fragen der Musik-Industrie: Übernimmt bald die Künstliche Intelligenz? Oder: lohnen sich Live-Auftritte und große Tourneen überhaupt noch? Eine neue Studie hat bei den Fans nachgefragt. Und wenn es nach denen gehen würde, sollen Sounds auf jeden Fall handgemacht bleiben! 90 Prozent aller befragten Musikfans haben angegeben, dass "Authentizität" das Wichtigste ist, wenn es darum geht, eine Verbindung zu Künstlerinnen und Künstlern aufzubauen. Außerdem hat die Mehrheit erklärt, dass "unerwartete" und "ungeskriptete" Momente bei Live-Musik-Events die Erlebnisse sind, die in Erinnerungen bleiben.
Etwa wenn Bad Bunny auf der Bühne den Text vergisst oder Tyla bei einer ihrer Choreos aus der Reihe tanzt. Momente eben, in denen man merkt, dass da oben auch nur Menschen stehen, die fehlbar sind. Denn: Verletzlichkeit schafft Nähe, auch zwischen Musikstars und ihren Fans. Das bestärken die Ergebnisse einer neuen Studie an der unter anderem auch die COLORSxSTUDIOS beteiligt waren, der deutsche YouTube Kanal mit den genialen Global Pop Live-Sessions.
9.000 Fans in neun verschiedenen Ländern wurden befragt. Und dabei kam außerdem raus, dass jeder Dritte sich im Publikum bei seinen Lieblings-Acts dazu inspiriert fühlen würde, ganz sie oder er selbst zu sein, wenn Künstler auf der Bühne "authentisch" seien. Zudem finden 60 Prozent der Befragten, dass Live-Auftritte die wirkungsvollste Art sind, mit ihren Lieblingsmusikern zu connecten. Also ein klares JA für Live-Auftritte und ein NEIN für glattgebügelte KI-Musik - zumindest wenn es nach den Fans geht.
Glastonbury Festival pausiert
Eines der größten Festivals Europas, Glastonbury Festival, bleibt dieses Jahr aus. Es legt ein sogenanntes "Fallow Year" ein – eine geplante Pause, damit sich Wiesen, Böden und Umgebung nach mehr als 200.000 Besucherinnen und Besuchern erholen können. Mit "Everywhere At Once" entsteht jetzt stattdessen quer durch Großbritannien ein alternatives Musik-Event. Statt eines riesigen Festivalgeländes setzt das Konzept auf hunderte kleine Clubs und Venues.
Das Event findet genau am Glastonbury-Wochenende vom 26. bis 28. Juni statt und will vor allem die britische Clubszene stärken. Besucher:innen sollen wieder lokale Musikorte entdecken und neue Künstlerinnen und Künstler kennenlernen.
Mit dabei sind bekannte Acts wie Becky Hill, Tinie Tempah oder The Lathums. Neu angekündigt wurde jetzt auch DJ-Legende Fatboy Slim. Er spielte bereits über 100 Sets beim Glastonbury Festival und unterstützt nun das Ersatz-Event. Für ihn sind kleine Clubs essenziell: "Grassroots-Venues sind der Ort, an dem für mich alles begann und an dem die Musikszenen anfangen", sagt der Musiker.
Viele kleine Musikclubs kämpfen seit Jahren ums Überleben. Zwischen 2024 und 2025 mussten in Großbritannien 30 Venues schließen, tausende Jobs gingen verloren. "Everywhere At Once" soll deshalb nicht nur ein Festival sein, sondern auch ein Zeichen für den Erhalt der Live-Musikkultur setzen. Außerdem werden während des Wochenendes Spenden für Organisationen wie War Child oder Help Musicians UK gesammelt.