Asake

Geld und Glauben Album der Woche: Asake – "M$NEY"

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Mitreißende Chöre, lockere Amapiano-Grooves und Gesang auf English, Pidgin und Yoruba. Asake aus Nigeria ist ein Ausnahmetalent mit einem eigenen Sound. Sein viertes Album "M$NEY" verbindet Party und Spiritualität.

Von Adrian Nowak

Drei Erfolgsalben, eine Grammy Nominierung, ein Kollabo-Projekt mit Afrobeats Star Wizkid und ausverkaufte Stadion Shows: Bei Asake läuft es richtig gut.

Angefangen hat die Geschichte von Ahmed Ololade in Lagos Island, wo er 1995 geboren wurde. In der Schule nannten ihn alle "Sohn von Asake", denn Asake ist der Vorname seiner Mutter. Irgendwann wurde daraus sein Künstlername. Später zog er nach Ile Ife in den Südwesten Nigerias, wo er Theater und darstellende Künste studierte.

Asake: "M$NEY"

COSMO Album der Woche 11.05.2026 02:36 Min. Verfügbar bis 11.05.2027 COSMO


2020 hatte der Sänger mit dem entspannten Flow einen ersten Hit mit "Mr Money", was sowas wie sein zweiter Spitzname wurde. Sein gefeiertes Debut Album nannte er dann 2022 "Mr. Money with the Vibe". Auf dem Debüt war u.a. der Hit "Organise", der mit Einflüssen aus südafrikanischem Amapiano und Mitsing-Chören zu einer Art Blaupause für viele spätere Hits von Asake wurde.

Groovy Afroparty

Auch auf dem neuen Album "M$NEY" greift Mr Money meist zu dieser bewährten Formel irgendwo zwischen Amapiano, Afrohouse und Afrobeats, hier und da schimmern auch mal nigerianische Fuji-Rhythmen durch. Längere instrumentale Passagen laden zum Grooven und Träumen ein, Saxofon-, Gitarren- oder Geigen-Soli lockern die Tracks auf. Die Produktion übernahm auf den meisten Stücken sein alter Weggefährte Magicsticks, Unterstützung gab es vom französischen Elektronik-Produzent DJ Snake und Südafrikas Afrohouse-Meister Kabza de Small.

Zwischen viel Uptempo Afro-Grooves stechen zwei langsamere Stücke heraus. In "Oba" hört man die Bassline aus Bobby Caldwell Soulklassiker "What you won’t do", die auch schon Tupac gesamplet hat. "Badman Gangsta" ist ein Duett mit dem französischen Rapper und Sänger Takiola, welches mit vertrackten Afrobeats-Drums und R&B Flavor besticht.

Glaub an dich... und Gott

Trotz des Titels ist "M$NEY" kein stumpfes Album über Geld und Fame. Neben selbstbewussten Songs über Erfolg im Leben (und bei den Damen) wird Asake überraschend oft philosophisch. "MCBH" steht für "Money Can’t Buy Happiness" und in "Rora" geht es unter anderem darum, wie der Zusammenhalt der Generationen ein Kind erziehen und prägen kann.

In anderen Stücken geht es um Entschlossenheit, den Weg zum Erfolg und in sehr oft um seinen Glauben. "Worship" wirkt wie ein gesungenes Gebet, wenn er singt: "Praise be to God, no matter your condition". Und "Forgiveness" ist eine Bitte an den Heiligen Vater um Vergebung.

Asake ist der Spagat zwischen Afro-Pop und Tiefgang gelungen. "M$NEY" ist ein spirituelles Party-Album von einer der wichtigsten Stimmen Nigerias.