Jörg Schade erhielt zur Konfirmation einen Kontrabass geschenkt, nachdem er zunächst Posaune gelernt hatte und ein Instrumentenwechsel anstand. Er sammelte seine ersten Orchestererfahrungen als Kontrabassist in verschiedenen Jugendorchestern, darunter das regionale Jugendorchester Ostwestfalen, das Bundesstudentenorchester und das Jugendorchester der Europäischen Union.
Seine ersten Festengagements führten ihn zunächst zum Sinfonieorchester Wuppertal und anschließend zum Gürzenich-Orchester Köln.
Neben seiner Orchestertätigkeit hatte Jörg Schade über 20 Jahre lang einen Lehrauftrag für Kontrabass an der Kölner Musikhochschule.
Seine Lieblingskomponisten sind Richard Strauss und Gustav Mahler. In ungewöhnlicher Erinnerung geblieben ist ihm ein Konzert mit Mahlers 7. Sinfonie unter Marin Alsop, bei dem eine kleine Maus auf der Bühne für Aufsehen sorgte und die Aufmerksamkeit von Publikum und Musikern eine Zeit lang auf sich zog, bis sie ein Versteck fand.
Ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis war für ihn die Arbeit mit Kurt Sanderling an Bruckners 7. Sinfonie, ebenso dessen beeindruckende Zusammenarbeit mit Nachwuchsdirigenten in einem Dirigierworkshop, bei dem er sehr viel Verständnis und Sachverstand für die wechselseitige Beziehung zwischen Dirigent und Orchester zeigte.
Jörg Schade ist seit 1997 Mitglied im WDR Sinfonieorchester.