Pierre-Alain Chamot wurde 1963 in Ruanda geboren. Die Liebe zu seinem Instrument entdeckte er, als er auf dem Dachboden eine alte Geige fand. Später studierte er in Lausanne, Genf und in Essen, wo er mit dem Folkwang Preis ausgezeichnet wurde. Noch während seines Studiums erhielt er eine feste Stelle im WDR Sinfonieorchester.
Intensiv und leidenschaftlich engagiert er sich für den musikalischen Nachwuchs, zum Beispiel als Dozent im Landesjugendorchester, im Vorstand der Akademie des WDR Sinfonieorchesters oder als Unterstützer des Orchestre Symphonique Kimbanguiste, wofür er regelmäßig nach Kinshasa reist.
Sein Lieblingsstück ist die 3. Sinfonie von Gustav Mahler. Zu seinen Lieblingskomponisten zählen Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Strauss, Strawinsky, Bartók, Ligeti und Widmann. Sein erstes musikalisches und eindrucksvolles Erlebnis mit dem WDR Sinfonieorchester war ein Konzert zum 75. Geburtstag von John Cage, bei dem dieser in einer Probe sagte: "Das Schönste ist die Stille zwischen den Tönen."
Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm Dirigenten wie Witold Lutosławski, David Zinman, André Previn, Michael Tilson Thomas, Peter Eötvös, aber auch die bisherigen Chefdirigenten des WDR Sinfonieorchesters. Solisten wie Frank Peter Zimmermann, Augustin Hadelich, Lynn Harrell, András Schiff, Barbara Hannigan und Renée Fleming haben ihn tief beeindruckt.
Pierre-Alain Chamot ist seit 1987 Mitglied im WDR Sinfonieorchester.