Svetlin Doytchinov wurde in Russe, Bulgarien, geboren und spielt seit seinem vierten Lebensjahr Klavier. Mit elf Jahren bot ihm seine damalige Musiklehrerin an, entweder Fagott oder Oboe zu lernen. Da er die Kombination von Schwarz und Silber ästhetischer fand, entschied er sich letztendlich für die Oboe. Seine musikalische Ausbildung absolvierte Svetlin Doytchinov zunächst am Musikgymnasium in seiner Heimatstadt. Danach studierte er an der Musikhochschule in Sofia. Es folgten Masterstudien in Brüssel am Königlichen Konservatorium sowie an der Musikhochschule Hannover.
Bevor er zum WDR Sinfonieorchester kam, spielte er beim Qatar Philharmonic Orchestra. Sein absoluter Lieblingskomponist ist Johann Sebastian Bach, dessen Musik für ihn ein eigenes Universum bildet. Neben Bach schätzt er auch Kompositionen von Robert Schumann, Gustav Mahler und Arvo Pärt ganz besonders.
Strawinskys "Feuervogel" war das erste Stück, das er mit dem WDR Sinfonieorchester spielte. Als "pures Glück" empfindet er die zahlreichen Konzerte mit Werken von Schostakowitsch und Mahler. Bei den Dirigenten haben ihn Kurt Masur, Valery Gergiev und Lorin Maazel am stärksten geprägt – wahrscheinlich auch, weil er sie in seinem Studium und Berufsanfängen erlebt hat. Frank Peter Zimmermann und Augustin Hadelich haben ihn unter den Solisten in den letzten Jahren am meisten begeistert; unmittelbar nach dem Studium war es eine musikalische Begegnung mit Martha Argerich. Wenn er nicht Oboist geworden wäre, hätte er wahrscheinlich den Beruf des Anwalts gewählt.
Svetlin Doytchinov ist seit 2011 Mitglied im WDR Sinfonieorchester.