Die ersten Herbststürme ziehen über Nordrhein-Westfalen. Auch am Dienstag bleibt es windig: Vor allem am Vormittag stürmt es in Westfalen noch ordentlich. Ostwestfalen-Lippe und das Sauerland spüren den Wind auch noch am Nachmittag. Stellenweise sind Sturmböen bis zu 80 km/h möglich.
Gegen Abend flaut der Wind dann landesweit ab. Dazu gibt's nachmittags ein paar Schauer - vereinzelt sind auch kurze Gewitter möglich. Das alles bei 17 bis 19 Grad. Nur südlich der Ruhr bleibt es größtenteils trocken.
Sturmtief "Zack" über NRW
Seit dem Montagmorgen hat der Deutsche Wetterdienst immer wieder Windböen um die 70 Stundenkilometer gemessen. Einen Ausreißer nach oben gab's in Bielefeld, dort hatte eine schwere Sturmböe 94 km/h.
Auch in Wuppertal-Oberbarmen zeigte das Sturmtief "Zack" seine Kraft: Dort stürzte ein dicker Baum durch den Wind um. Die Krone traf die Frontscheibe und die Motorhaube eines Mercedes-Busses, in dem eine Mutter mit ihren drei Kinder saß. Sie hatten Riesenglück und blieben unverletzt.
Am Wochenende zog das Sturmtief über die Nordsee und Norddeutschland bevor es in NRW ankam. Ungewöhnlich sei das für diese Jahreszeit nicht, sagt Jörg Brunsmann aus der WDR-Wetterredaktion. Trotzdem rät er denen, die draußen sind, zur Vorsicht. Vereinzelt könnten Äste herabstürzen und Gegenstände umherfliegen. "Wer Leinwände, Möbel oder andere Dinge draußen frei stehen hat, sollte die reinholen. Und Zelte und Abdeckungen am besten auch befestigen."
Der Deutsche Wetterdienst warnt in vier Stufen vor Windböen. Aktuell liegen wir in NRW auf den Stufen 1 und 2. Erst ab Stufe 3 gilt eine Amtliche Unwetterwarnung. Dazu werde es diese Woche sehr wahrscheinlich aber nicht kommen, sagt Jörg Brunsmann.
Windböen-Warnstufen
Der Spätsommer kommt nach NRW
Am Mittwoch gibt's noch viele Wolken und zeitweise Regen, die Temperaturen verändern sich kaum.
Am Donnerstag dann ein Wechsel von Sonne und Wolken, gebietsweise noch etwas Regen und wieder etwas wärmer.
Am Freitag und Samstag wird es dann nochmal richtig warm- da kommt der Spätsommer mit viel Sonne und bis zu 28 Grad.
Unsere Quellen:
- Jörg Brunsmann, WDR-Wetterredaktion
- Karsten Schwanke, ARD-Meteorologe
- Homepage Deutscher Wetterdienst
- Polizei Wuppertal