Auch im Feierabendverkehr war am Montag noch mit größeren Ästen auf der Fahrbahn zu rechnen, warnten Polizei und Feuerwehr. Bis Montagabend warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in ganz NRW vor Windböen bis Stärke 7.
Vor allem das Bergland war betroffen, während es im Flachland überwiegend bei starken Böen blieb. Dennoch wurde auch dort der Verkehr teils beeinträchtigt.
Unfälle nach Hagel-Schauer
Auf der A2 gab es zwischen Oelde und Herzebrock-Clarholz insgesamt vier Unfälle mit fünf leichtverletzten Personen. Laut Polizei wurden diese gegen 16:30 Uhr durch starke Hagel-Schauer verursacht. Ein Unfall ereignete sich Richtung Dortmund und gleich drei Richtung Hannover. Die Strecke musste bis in den Abend teilweise gesperrt werden.
Mehrere Bahnstrecken in NRW blockiert
Bei der Bahn gab es Probleme, unter anderem zwischen Aachen und Herzogenrath. Ein Baum blockierte die Schienen, so dass Züge auf den Linien RE1, RE4, RE18, RB20 und RB33 nur eingeschränkt fuhren. Diese Störung ist laut Bahn mittlerweile behoben. Auch zwischen Kempen und Krefeld, zwischen Wuppertal und Essen und zwischen Solingen und Hilden behinderten am Vormittag umgestürzte Bäume den Zugverkehr.
In Rees-Empel im Kreis Kleve stand am Morgen eine Bahnunterführung witterungsbedingt zehn Zentimeter unter Wasser, die Bundespolizei forderte die Feuerwehr an. Einsatzkräfte pumpten das Wasser ab. Der Zugverkehr sei währenddessen nicht beeinträchtigt gewesen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei auf WDR-Anfrage mit. Mittlerweile ist die Bahnunterführung wieder begehbar.
Die größten Probleme im Bahnverkehr gab es zwischen Mönchengladbach und Jüchen. Dort war ein Baum auf die Oberleitung einer Zugstrecke gestürzt. Ein Nahverkehrszug musste am Montag um fünf Uhr morgens evakuiert werden, rund 30 Passagiere waren betroffen. Die Strecke der RE8 und die RB27 war bis Dienstagabend 19:30 Uhr gesperrt und konnte in dem Bereich nicht fahren. Zwischen Rommerskirchen und Mönchengladbach fuhren Ersatzbusse.
Viele Notrufe im Bergischen Land
Im Bergischen Land sind Einsatzkräfte zu mehr als 25 sturmbedingten Einsätzen gerufen worden - weil Bäume auch hier auf Straßen und Schienen gefallen waren.
Speziell in Wuppertal gab es viele Einsätze. "Bäume kippten um, Äste und Dachziegel fielen auf Straßen und Gehwege", berichtete die Polizei. Im Stadtteil Heckinghausen sei ein 80 Zentimeter dicker Baum auf drei Autos gestürzt und habe das Dach eines Wohnhauses beschädigt. Auch in anderen Stadtteilen seien Autos durch umherfliegende Äste und Dachziegel beschädigt worden. In Köln und Düsseldorf berichtete die Polizei ebenfalls von umgestürzten Bäumen und blockierten Straßen.
Aquaplaning auf der A2 bei Bad Oeynhausen
Auf den Autobahnen im Raum Bielefeld gab es laut Polizei Behinderungen durch Wasser auf der Fahrbahn. Auf der A2 bei Bad Oeynhausen gab es am Morgen einen Unfall infolge von Aquaplaning. Auch zwischen Bielefeld-Süd und Ostwestfalen-Lippe war in Fahrtrichtung Hannover nach einem Unfall die Autobahn blockiert. Verletzte gab es in beiden Fällen offenbar nicht. Nach dem Starkregen bittet die Polizei die Autofahrer, vorsichtig zu sein.
Baum stürzt auf Auto in Zülpich - Fahrer bleibt unverletzt
Glück im Unglück hatte am Morgen ein Autofahrer in Zülpich im Kreis Euskirchen: Ein Baum war auf sein fahrendes Auto gekippt. Er blieb aber unverletzt, so die Polizei. Zwei weitere Autos krachten danach noch in die Unfallstelle.
Umgekippte Bäume haben die Feuerwehrleute auch zum Beispiel in Geilenkirchen, Langerwehe und Jülich beschäftigt.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Deutscher Wetterdienst
- Verkehrsredaktion WDR
- Bundespolizei
Sendung: WDR 2, Starker Wind in NRW, 30.03.2026, 7.30 Uhr