Keine S-Bahn zwischen Düsseldorf und Gevelsberg
WDR. 02:31 Min.. Verfügbar bis 15.05.2028.
Sperrung für vier Wochen : Keine S-Bahn zwischen Düsseldorf und Gevelsberg
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Ab heute Abend um 21 Uhr geht nichts mehr auf der S-Bahn-Strecke zwischen Düsseldorf und Gevelsberg bei Hagen. Die Bahn sperrt die Gleise für vier Wochen. Für noch mehr Pendlerinnen und Pendler bedeutet das, sie müssen umsteigen auf den Schienenersatzverkehr.
Pendlerinnen und Pendler auf der Strecke zwischen Köln und Hagen sind bereits seit mehreren Wochen gewohnt, Umwege in Kauf zu nehmen. Seit Anfang Februar ist die Strecke für den Fern- und Regionalverkehr gesperrt. Die Züge werden aktuell übers Ruhrgebiet umgeleitet. In den vergangenen Wochen war es immerhin möglich, die S-Bahn-Verbindungen zu nutzen. Jetzt werden auch diese Gleise für vier Wochen gesperrt und saniert.
Zu den bisherigen Streckensperrungen kommen laut Bahn ab Freitag, 21 Uhr, folgende Einschränkungen bis zum 12. Juni dazu:
- S8: Kein Verkehr zwischen Gevelsberg West und Düsseldorf-Gerresheim
- S9: Kein Verkehr zwischen Hagen Hbf und Wuppertal-Vohwinkel
- S28: Kein Verkehr zwischen Düsseldorf-Gerresheim und Wuppertal Hbf
- RE4 / RE13: Kein Verkehr zwischen Hagen Hbf und Düsseldorf Hbf
Schienenersatzverkehr mit hunderten Bussen
Rund 200 Ersatzbusse sollen in den nächsten Wochen zu den Hauptverkehrszeiten bereitstehen, um alle Fahrgäste an ihr Ziel zu bringen. Einige fahren alle Stationen der S-Bahn-Linie an, andere pendeln als Expressbusse nur zwischen den großen Bahnhöfen, um die Strecke möglichst schnell zurückzulegen.
Erfahrungsgemäß bedeutet Schienenersatzverkehr für Pendelnde Verspätungen und geänderte Reisezeiten. Die Bahn teilte mit, dass Reisende sich am Besten vor der Reise in der Online-Auskunft informieren, wie die eigene Verbindung trotz der Bauarbeiten funktioniert. Änderungen würden aktualisiert.
Generalsanierung soll Strecke "verlässlich und leistungsfähig" machen
Mit der Generalsanierung ändert die Bahn ihr Konzept. Früher wurde versucht, mit kleinen Baustellen den Zugverkehr aufrecht zu erhalten. Jetzt wurde zum ersten Mal über mehrere Monate eine Großbaustelle eingerichtet. In der Zeit werden Gleise und Bahnhöfe grundlegend saniert, um in den kommenden Jahren eine "verlässliche und leistungsfähige" Strecke zu haben, heißt es von der Bahn.
Wie groß die Bauarbeiten angelegt sind, zeigen diese Zahlen: Während der Generalsanierung der Strecke tauscht die Bahn insgesamt 81 Kilometer Gleise aus. Außerdem werden 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung erneuert. Es werden Schallschutzwände und zwölf Bahnhöfe saniert.
Die Bahn hofft, dass dadurch in Zukunft Störungen und Verspätungen "deutlich reduziert" würden. Ab dem 10. Juli sollen dann alle Strecken wieder einsatzbereit sein. Bis dahin heißt es für Pendler und Pendlerinnen: durchhalten und auf den Ersatzbus warten.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Website der Deutschen Bahn
- WDR-Reporter im Gespräch mit Pendlern
Sendung: WDR 2, WDR aktuell, 15.05.2026, 9:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 15.05.2026, 19:30 Uhr