Person am Steuer benutzt Whatsapp auf dem Handy

Handy am Steuer: Tödliche Gefahr

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Unterschätze Gefahr: Handynutzung am Steuer! Das drohende Bußgeld schreckt scheinbar nicht genug ab.

Wer kennt das nicht? Nur mal eben das Telefon aus der Tasche vom Beifahrersitz gekramt oder das Fahrtziel ins Navi eingegeben - während der Fahrt natürlich. Heutzutage scheint es notwendig, immer und überall erreichbar zu sein. Egal ob man gerade in der Stadt oder auf der Autobahn unterwegs ist. Für viele im Auto ist das Fahren mit dem Handy am Ohr oder in der Hand mittlerweile Gewohnheit. Dabei wird grob fahrlässig gehandelt, ohne sich der Folgen überhaupt bewusst zu sein. Denn Unaufmerksamkeit und Ablenkung am Steuer sind häufig Ursache für Verkehrsunfälle.

Hand am Handy ist verboten

Doch nicht nur Telefonieren und Nachrichten schreiben sind während der Fahrt tabu. Die Uhrzeit ablesen, das Ladekabel einstecken oder einen Anruf ablehnen sind ebenfalls untersagt. Bereits der Griff zum Handy ist strafbar, lediglich ein kurzer Blick ist erlaubt, vergleichbar mit einem kurzem Blick auf den Tacho. Und die Nutzung ist auch nur dann erlaubt, wenn das Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet ist.

Nach § 23 Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung ist die Nutzung sämtlicher Funktionen von Smartphones und anderen technischen Geräten verboten, wenn diese aufgenommen und in der Hand gehalten werden. Der Fahrer soll schließlich beide Hände am Steuer haben. Wer sich im Auto nicht daran hält, muss für telefonieren, tippen oder fotografieren am Steuer mit mehr als 120 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei Sachbeschädigung sind sogar mehr als 220 Euro, zwei Punkte sowie ein Monat Fahrverbot fällig. Das gilt übrigens auch für Radfahrer: auf dem Rad mit dem Handy zu hantieren über 80 Euro und mehr kosten. Im Straßenverkehr sollten ausnahmslos alle Verkehrsteilnehmer, egal ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger aufmerksam unterwegs sein.

Smartphone am Steuer kann tödlich sein

Während der Fahrt am Handy rumspielen, kann tödlich sein. Und zwar für alle Verkehrsteilnehmenden. Experten schätzen, dass Ablenkung bei etwa jedem dritten Unfall und jedem zehnten Verkehrsunfall mit Verletzten die Unfallursache ist. Dabei ist die Dunkelziffer entsprechend hoch, weil die meisten Verstöße gar nicht erst auffallen. Hinzu kommt, dass Ablenkung (u.a. durch mobile Endgeräte) als Unfallursache bislang noch gar nicht explizit erfasst wird - in der Unfallstatistik taucht der Punkt nämlich noch nicht auf. Nur in Ausnahmefällen, wie bei schweren Unfällen ohne erkennbare Ursache oder nach Hinweisen, werden Handys überhaupt ausgewertet.

Unsere Quellen:

  • Polizei NRW
  • Bußgeldkatalog
  • Nachrichtenagentur DPA

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