Schockanruf: Irrfahrt über Lüdenscheid nach Düsseldorf
WDR Studios NRW. 13.11.2025. 00:46 Min.. Verfügbar bis 13.11.2027. WDR Online.
Eine Frau aus Halver hat am Mittwoch gegen 22.00 Uhr einen Anruf von ihrem angeblichen Sohn erhalten, der einen Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen verursacht haben soll und von der Unfallstelle geflüchtet sei.
Die Täter lotsten sie per Telefon zunächst nach Lüdenscheid, dann nach Düsseldorf zu verschiedenen Adressen. Unterwegs habe sie immer wieder den Eindruck gehabt, von einem Fahrzeug verfolgt zu werden.
Hoher Geldbetrag gefordert
Eine angebliche Staatsanwältin forderte nun von der Mutter einen hohen fünfstelligen Geldbetrag als Kaution - eine typische Lügengeschichte, wie die Polizei warnt. Doch die schockierte Mutter habe das Geld bei ihrer Bank abgeholt und sei den Anweisungen der Betrüger gefolgt.
Erst spät schöpfte sie Verdacht und beendete ihre Irrfahrt vom Sauerland bis ins Rheinland und zurück am frühen Morgen. Zu einer Geldübergabe kam es nicht, teilt die Polizei im Märkischen Kreis mit.
Betrüger blieben hartnäckig
Als die Frau ankündigte die Polizei zu rufen, legten die Betrüger schließlich auf. Am frühen Donnerstagmorgen riefen sie allerdings erneut an. Der Fortsetzung der Lügengeschichte glaubte die Frau nicht mehr und wandte sich an die Polizei.
Die Polizei warnt vor der Masche, mit der Betrüger immer wieder mit hohem psychologischen Druck versuchen, Geld zu ergaunern.
Unsere Quellen:
- Polizei Märkischer Kreis
- dpa